„Noch nie gesehen“
Unwetter ziehen Schneisen der Verwüstung durch Urlaubsländer
Aktualisiert am 21.08.2026 – 14:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Italien und Österreich werden von schweren Unwettern getroffen. Wanderer geraten in Gefahr, Straßen werden unpassierbar.
Nicht nur Deutschland ist am Donnerstagabend erneut von teils kräftigen Gewittern mit Starkregen getroffen worden – auch in Österreich und Italien herrschte teilweise Ausnahmezustand bei der Feuerwehr. In Südtirol mussten 150 Wanderer nach einem gewaltigen Murenabgang in Sicherheit gebracht werden. In Niederösterreich wurden laut einem Feuerwehrmann „Fahrzeuge von der Straße gefegt“.
Die Unwetter hatten offenbar zahlreiche Wanderer im Südtiroler Gadertal völlig überrascht. Nach schweren Gewittern mit Starkregen löste sich am Nachmittag eine massive Mure. Tonnen von Schlamm, Geröll und große Felsbrocken ergossen sich über eine Straße, die in Richtung der Capanna-Alpina-Hütte führt, wie das Portal „Südtirol News“ berichtete. Die Strecke war daraufhin nicht mehr befahrbar.
- Prognosen bis September: Wetter-Achterbahn erwartet Deutschland
- Hagel und Orkanböen: Schwere Unwetter ziehen auf – DWD warnt
Unwetter in Italien: Wanderer aus Dolomiten evakuiert
Einsatzkräfte rückten aus und evakuierten dem Bericht zufolge rund 150 Wanderer aus dem Gebiet. Einige Touristen mussten per Hubschrauber aus den Dolomiten ausgeflogen werden. Rund 50 auf einem Parkplatz abgestellte Fahrzeuge waren eingeschlossen und sollen erst im Laufe des Freitags weggefahren werden können. Schweres Räumgerät sei nötig, um die Straße von den Geröllmassen zu befreien. Laut Landesfeuerwehrverband Südtirol wurde durch den Murenabgang niemand verletzt.
Auch weiter südlich, in der Lombardei, haben schwere Unwetter mit Erdrutschen Schäden verursacht. Wie der „Corriere della Sera“ berichtete, sind Zufahrten in Branzi blockiert und Anwohner eingeschlossen. In Madonna delle Neve soll es auch am Freitagmorgen noch Probleme mit der Stromversorgung gegeben haben. Auf einem Campingplatz in Isola di Fondra mussten dem Bericht zufolge rund 250 Menschen evakuiert werden. Ein Bach drohte über die Ufer zu treten. In Videos der italienischen Feuerwehr war ein reißender Strom zu sehen.
Gewitter in Österreich – auch in Deutschland droht Gefahr
Schwere Gewitter gingen am Donnerstag auch in Österreich nieder. Am stärksten traf es den Bezirk Bruck in Niederösterreich, wie die „Kronen Zeitung“ berichtet. Mehr als 300 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, nachdem Bäume auf die Straße gestürzt und Straßen und Keller überflutet worden waren.
Bezirksfeuerwehrkommandant Christian Edlinger sagte im Ö1-„Morgenjournal“, teilweise seien „Fahrzeuge von der Straße gefegt“ worden. Auch für den erfahrenen Feuerwehrmann sei die Nacht außergewöhnlich gewesen: „Ich bin seit 40 Jahren Feuerwehrler, aber so etwas habe ich noch nie erlebt.“
Auch in Deutschland bleibt das Wetter instabil und ungemütlich. Ein Tiefdruckgebiet bringt Regen und Gewitter mit sich. Für Freitag schließt der Deutsche Wetterdienst (DWD) insbesondere im Süden Starkregen, Hagel und Orkanböen nicht aus. Erst im Laufe des Wochenendes beruhigt sich das Wetter den Prognosen zufolge.












