Bahn-Chaos in Deutschland

Erste Züge fahren wieder – Bahn rechnet mit Ausfällen


Aktualisiert am 24.06.2026 – 11:15 UhrLesedauer: 4 Min.

Player wird geladen

Bahnchaos legt Deutschland zeitweise lahm

Nach der bundesweiten Funkstörung läuft der Zugverkehr in Deutschland wieder an. Die Bahn rechnet weiterhin mit Verspätungen.

Der Zugverkehr ist nach der bundesweiten Funkstörung laut Angaben der Deutschen Bahn (DB) am Mittwochmorgen reibungslos wieder angelaufen. Gleichzeitig teilte die Bahn mit, dass es vereinzelt noch zu Folgeverspätungen kommt.

Eine deutschlandweite Störung hat bei der DB am späten Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand gesorgt. Es waren etliche Reisende betroffen.

  • Blog zum Bahn-Chaos: Alle aktuellen Meldungen
  • Im Herbst: Wichtige ICE-Strecke wird wochenlang gesperrt

Bereits gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt weiter an, wie ein DB-Sprecher mitteilte. Der Grund für den Stopp des Zugverkehrs war demnach eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R.

Die Ursache der Störung des Bahnfunks hatte die DB noch in der Nacht identifiziert – ohne allerdings zu erklären, worin sie bestand. IT-Experten der DB hätten pausenlos an der Entstörung gearbeitet, mit Erfolg. „Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden“, hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld. Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der „Bild“-Zeitung, die Lage sei mit einem Notfallsystem stabilisiert worden.

Aufruf

Sind Sie auch vom Bahn-Chaos betroffen gewesen? Was ist Ihre Erfahrung mit der Deutschen Bahn? Und was ist Ihre Meinung zum Bahn-Chaos? Schreiben Sie uns eine E-Mail an lesermeinung@stroeer.de. Bitte nutzen Sie den Betreff „Bahn-Chaos“ und begründen Sie Ihren Standpunkt.

  • Bahn: Dieses Symbol verrät, wann Sie auf den Bahnsteig müssen
Warten auf Informationen: Viele Reisende strandeten in Bahnhöfen. (Quelle: IMAGO/EHL Media/Björn Stach/imago)

S-Bahnen und Privatbahnen auch betroffen

Auf der Regionalseite der DB für Nordrhein-Westfalen hieß es nach dem Ende der Störung: „Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert hat, wird es jedoch noch einige Zeit dauern.“ Man solle mit hohen Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Von der Störung betroffen waren nicht nur Fern- und Regionalverkehrszüge, sondern auch S-Bahnen, die von der DB betrieben werden, und Privatbahnen. In Berlin etwa war der Verkehr im gesamten S-Bahn-Netz eingestellt, ebenso in Stuttgart. Das Unternehmen Metronom, das Nahverkehrszüge in Niedersachsen, Bremen und Hamburg betreibt, teilte mit, dass alle Züge auf allen Strecken betroffen seien. In Hamburg fuhr immerhin die Hochbahn.

Share.
Die mobile Version verlassen