Das Richtige tun
Bei einem Zeckenstich (wann) zum Arzt gehen?
Aktualisiert am 24.04.2026 – 07:11 UhrLesedauer: 3 Min.
Meist ist ein Zeckenstich harmlos. Er kann aber auch ernste Probleme bereiten. Wann es ratsam ist, zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen, erfahren Sie hier.
Das heißt aber nicht, dass man mit einem Zeckenstich direkt zum Arzt oder zur Ärztin gehen muss. Denn längst nicht jede Zecke trägt die Krankheitserreger in sich und gibt diese beim Blutsaugen weiter. Und ein Zeckenstich an sich verursacht normalerweise nur leichte Beschwerden, die von selbst wieder verschwinden – ähnlich wie ein Mückenstich.
Doch manchmal ist ärztliche Hilfe bei einem Zeckenstich dringend geboten. Ob und wann Betroffene zum Arzt oder zur Ärztin gehen sollten, hängt davon ab, ob sich die Zecke sicher entfernen lässt und ob nach dem Stich ernste Beschwerden auftreten.
Je länger eine Zecke Blut saugt, desto höher ist das Risiko einer Infektion (vor allem mit Borreliose). Darum ist es wichtig, eine Zecke möglichst zügig zu entfernen – am besten, sobald der Zeckenstich entdeckt ist. Ein Besuch beim Arzt oder bei der Ärztin ist dazu meist nicht nötig: Für gewöhnlich ist es kein Problem, Zecken vorsichtig selbst aus der Haut zu lösen.
Beim Entfernen der Zecke kann deren Stech- und Saugrüssel in der Haut stecken bleiben. Dieser ist oft als kleiner schwarzer Punkt am Zeckenstich erkennbar. Wer möchte, kann solch einen Überrest ärztlich entfernen lassen. Notwendig ist das aber nicht. Zwar kann an der Stelle eine kleine Entzündung entstehen. Diese ist jedoch überwiegend harmlos und verschwindet – ebenso wie der Überrest – von allein wieder.
Gelegentlich sitzt eine Zecke allerdings an einer Stelle, die schwer zugänglich oder besonders empfindlich ist: etwa am Augenlid, im Gehörgang oder im Genitalbereich. In solchen Fällen empfiehlt es sich, mit dem Zeckenstich zum Arzt oder zur Ärztin zu gehen, um den Blutsauger sachgerecht entfernen zu lassen.












