Diskussionen um den „Fernsehgarten“
Zustimmung für Andrea Kiewel entwickelt sich überraschend
09.08.2026 – 10:24 UhrLesedauer: 3 Min.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten prägt Andrea Kiewel den ZDF-„Fernsehgarten“. Eine neue Umfrage zeigt, wie ihr Publikum über sie denkt.
Es ist eine Frage, die sich beim ZDF-„Fernsehgarten“ seit Jahren stellt: Wie lange macht Andrea Kiewel noch weiter? Die 61-Jährige prägt das Format seit dem Jahr 2000. Ein Teil ihres Publikums scheint sich zu wünschen, dass es genauso weitergeht. Fast jeder zweite Zuschauer spricht sich inzwischen dafür aus, dass Kiewel die Sendung weiterhin moderiert.
Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von t-online. Demnach wünschen sich 49 Prozent der Befragten, dass Andrea Kiewel beim ZDF-„Fernsehgarten“ bleibt. 19 Prozent sprechen sich eher oder eindeutig für eine neue Moderatorin oder einen neuen Moderator aus. Weitere 32 Prozent sind unentschieden.
Die Umfrage startete mitten in der Debatte
Besonders aufschlussreich werden die Zahlen im Vergleich mit dem Vorjahr. Bereits 2025 hatte t-online Civey dieselbe Frage gestellt. Damals votierten 42 Prozent eher oder eindeutig für Kiewel, 24 Prozent bevorzugten einen Wechsel. Der Anteil der Unentschiedenen lag bei 34 Prozent. Innerhalb eines Jahres ist die Zustimmung für die Moderatorin somit um sieben Prozentpunkte gestiegen, während der Wunsch nach einem Wechsel um fünf Prozentpunkte gesunken ist.

Der Zeitpunkt der erneuten Befragung fällt dabei mit einer Kontroverse um die Moderatorin zusammen. Am 12. Juli hatte Kiewel im ZDF-„Fernsehgarten“ eine japanische Pokémon-Karte zunächst China zugeordnet und anschließend „Ching, Chang, Chong“ gesagt. In sozialen Netzwerken folgten Rassismusvorwürfe. Das ZDF erklärte daraufhin, die Äußerung sei „keinesfalls rassistisch gemeint“ gewesen. Kiewel bedauerte ihre Worte und entschuldigte sich dafür.
Einen Tag nach der Sendung, am 13. Juli, begann die erneute Civey-Befragung für t-online. Sie lief bis zum 5. August 2026. Damit wurden die neuen Umfragewerte in einem Zeitraum erhoben, in dem die Diskussion um Kiewels Äußerung bereits öffentlich geführt wurde. Einen Zusammenhang zwischen der Kontroverse und dem Abstimmungsverhalten kann die Umfrage zwar nicht herstellen, allerdings zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr, dass ihr der Wirbel um ihre Aussagen nicht geschadet hat.
- Kommentar zu Kiewels Äußerungen: Die Debatte droht völlig zu entgleisen












