„Wirtschaftliche Schocks“

Warnung: Dieses Wetterphänomen wird beispiellos

Aktualisiert am 21.10.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein ausgetrocknetes Ufer am Bodensee (Archivbild): Laut Weltwetterorganisation werden durch das Wetterphänomen Dürren wahrscheinlicher. (Quelle: IMAGO/Robert Schmiegelt/imago)

Die Klimaerwärmung verstärkt den sogenannten El Niño – und löst eine Kettenreaktion aus. Die UN warnen eindringlich.

Das Wetterphänomen El Niño dürfte in diesem Jahr mit einer noch nie dagewesenen Stärke auftreten. Wie die zu den UN gehörende Weltwetterorganisation (WMO) erklärte, wurden seit der Datenerhebung im tropischen Pazifik noch nie so hohe Meerestemperaturen gemessen. Die WMO appellierte an die Staatengemeinschaft und forderte eine Reaktion.

Das Wetterphänomen tritt natürlicherweise alle paar Jahre auf. Je nach Weltregion kann der El Niño etwa zu Dürre oder extremen Regenfällen führen. In Europa sind die Auswirkungen weniger stark – wie der Wirbel den Winter in Deutschland beeinflusst, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen. Aber auch indirekte Auswirkungen etwa durch Ernteausfälle sind möglich.

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UN-Experte rechnet mit Konflikten, Vertreibung und Migration

„Die Schäden werden nicht auf die Länder beschränkt bleiben, die unmittelbar von diesem El Niño betroffen sind“, warnte der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher. „Sie werden wirtschaftliche Schocks für die Weltwirtschaft auslösen und zu weiteren Konflikten, Vertreibungen und Migration führen.“

Nach aktuellen Modellrechnungen könnten die Wassertemperaturen im Pazifik 3,8 Grad über dem langjährigen Mittel erreichen. Von einem El Niño wird ab einem Wert von 0,5 Grad über dem üblichen Schnitt geredet – die bisher größte Abweichung lag bei etwa 3 Grad.

Fletcher erklärte weiter: „Die Entscheidung liegt also auf der Hand.“ Er fügte hinzu: „Wir können auf eine Katastrophe warten oder in Resilienz investieren. Wir können El Niño nicht verhindern. Aber wir können die vor uns liegenden Herausforderungen ernst nehmen. Und wir können kreativ und großzügig sein, wenn es darum geht, uns darauf vorzubereiten.“

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