Deutsche wird Opfer
Mutmaßlicher Vergewaltiger dank Kassenbon gefasst
Aktualisiert am 22.10.2026 – 12:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine junge Frau soll in Italien vergewaltigt worden sein. Ein ungewöhnlicher Fund bringt die Ermittler auf die Spur eines Verdächtigen.
Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer deutschen Studentin in Mailand haben italienische Ermittler einen Verdächtigen festgenommen. Der 31-Jährige wurde am Dienstag gefasst, wie die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet. Ein zunächst unscheinbarer Fund nahe dem Tatort brachte die Polizei auf seine Spur.
Der Mann habe keinen festen Wohnsitz und halte sich ohne gültige Aufenthaltserlaubnis in Italien auf, hieß es. Der Peruaner steht im Verdacht, die 21-Jährige am vergangenen Donnerstag (15. Oktober) in der Nähe des Parco Trotter, unweit des Hauptbahnhofs Milano Centrale, angegriffen und sexuell missbraucht zu haben.
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Wie die Zeitung „Corriere della Sera“ schreibt, hatte die junge Frau, die im Rahmen des Erasmusprogramms in der italienischen Modemetropole studiert, den Abend mit sieben weiteren internationalen Studierenden verbracht. Gemeinsam waren sie anschließend zu Fuß in Richtung Studentenwohnheim aufgebrochen. Das letzte Stück des Weges ging die 21-Jährige jedoch allein.
Übergriff in Italien: Touristen helfen deutscher Studentin
Kurz vor Tagesanbruch soll sie von hinten angegriffen und zu Boden geworfen worden sein. Als Passanten auftauchten, ließ der Angreifer laut „Corriere della Sera“ von ihr ab – und setzte sich zunächst neben die Studentin, offenbar um keinen Verdacht zu erregen. Anschließend verschwand er dem Bericht zufolge.
Zwei italienische Touristen kümmerten sich um die völlig aufgelöste junge Frau. Anschließend wurde sie in einer Klinik medizinisch untersucht und psychologisch betreut, schreibt die Zeitung. Am folgenden Tag erstattete sie Anzeige.
Polizei: Kassenbon liefert Indizien
Den entscheidenden Hinweis lieferte ein Rucksack, den die Carabinieri nahe dem Tatort fanden. Darin lag ein Kassenbon aus einem Supermarkt. Die Ermittler werteten daraufhin die Aufnahmen der Überwachungskameras des Geschäfts aus – und entdeckten darauf das Gesicht des mutmaßlichen Täters.
Wie Ansa berichtet, half eine ebenfalls im Rucksack gefundene SIM-Karte dabei, den Verdächtigen zu identifizieren. Laut „Corriere della Sera“ sollen weitere Kameraaufnahmen aus der Umgebung zeigen, wie sich der Mann der Studentin nähert und sie angreift.
Die Polizei spürte den 31-Jährigen schließlich im Nordosten Mailands auf, unweit des Tatorts. Am Mittwoch wurde der Mann einem Haftrichter vorgeführt. Eine Entscheidung über die Bestätigung der Festnahme wurde für Donnerstag erwartet. Für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.
