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Home » Wiesn-Chef verteidigt „Skandal im Sperrbezirk“
Panorama

Wiesn-Chef verteidigt „Skandal im Sperrbezirk“

By zeit-heute.deMai 28, 20262 Mins Read
Wiesn-Chef verteidigt „Skandal im Sperrbezirk“
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„Skandal im Sperrbezirk“

Erlangen empfiehlt, auf Song zu verzichten – Wiesn-Chef kontert

Aktualisiert am 28.05.2026 – 04:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Dr. Christian Scharpf: Münchner Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/imago)

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Die Stadt Erlangen hat Wirten eines Volksfestes nahegelegt, auf zwölf Lieder zu verzichten. Münchens Wiesn-Chef bezeichnet einen Song auf der Liste als ein Stück Musikgeschichte.

Wiesn-Chef Christian Scharpf hat klargestellt, dass der Song „Skandal im Sperrbezirk“ der Spider Murphy Gang auf dem Oktoberfest „natürlich nicht verboten“ werde. „Auf so eine Idee wäre ich niemals gekommen. Das Lied ist ein Stück Münchner Musikgeschichte“, schrieb Scharpf auf Instagram.

Auslöser war eine Empfehlung der Stadt Erlangen. Die Kommune hatte den Wirten der dort stattfindenden Bergkirchweih nahegelegt, auf zwölf Lieder zu verzichten, die in der Kritik stehen, sexistisch und frauenfeindlich zu sein. Die Empfehlung wurde vielfach kritisiert, vor allem bei „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang hielt sich das Verständnis auf dem Volksfest in Grenzen.

Scharpf widersprach nun der Einordnung. Der Song setze sich „satirisch und obrigkeitskritisch“ mit dem Vorgehen der Stadt München in den 80er Jahren bei Prostitution auseinander, schrieb der SPD-Politiker.

Sänger und Bassist Günther SiglVergrößern des Bildes
Die Spider Murphy Gang mit Sänger und Bassist Günther Sigl spielt im Tipi am Kanzleramt beim Berliner Auftakt des Münchner Oktoberfestes. (Archivbild) (Quelle: Soeren Stache/dpa/dpa-bilder)

Sigl weist Vorwurf zurück

Auch Spider Murphy Gang-Frontmann Günther Sigl wies den Sexismus-Vorwurf zurück. Der Song sei „in keinster Weise frauenfeindlich“, sagte der 79-Jährige der Münchner „Abendzeitung“. „Es ist eine ewige Gschicht, dass der Song eigentlich missverstanden wird.“

Den historischen Hintergrund erläuterte Sigl der „Abendzeitung“ so: Der Text beziehe sich auf die Einführung des Sperrbezirks in München im Jahr 1972 und die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele. „Die Stadt wollte sich für Olympia sauber präsentieren. Natürlich ist unser Text ein bisschen ironisch und stichelt gegen die Doppelmoral in der Stadt“, sagte Sigl. Das Lied verherrliche Prostitution nicht.

Das 191. Oktoberfest soll in diesem Jahr vom 19. September bis 4. Oktober 2026 stattfinden.

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