Wichtige Daten
Grundbuchauszug verstehen: Diese Details sollten Käufer kennen
Aktualisiert am 01.05.2026 – 10:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Wer ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück kaufen will, sollte vorher unbedingt in den Grundbuchauszug schauen. Wir zeigen, was genau drin steht.
Alles, was mit Deutschlands Grundstücken passiert, steht im Grundbuch. Das ist ein amtliches Register, das die Grundstücke und darauf stehenden Gebäude eines bestimmten Bezirks dokumentiert. Es ist wichtig für Käufer und Verkäufer von Immobilien, aber auch für die Bank, wenn sie einen Baukredit gewähren soll.
Ein Grundbuchauszug besteht aus der Aufschrift, dem Bestandsverzeichnis und den drei sogenannten Abteilungen. Anhand von Mustern zeigen wir Ihnen, wie ein Grundbuchauszug genau aussieht.
Die Aufschrift ist nichts anderes als das Deckblatt eines Grundbuchblatts. Sie nennt das zuständige Amtsgericht, den Bezirk des Grundbuchs, die Nummer des Grundbuchblatts und in der Fußzeile das Datum der letzten Änderung sowie das Datum des Ausdrucks.
Im Bestandsverzeichnis finden Sie genaue Angaben zum Grundstück. Diese sind auch beim Vermessungs- oder Katasteramt vermerkt. Dazu zählen beispielsweise Maße und Lage.
Das Bestandsverzeichnis kann mehrere Einträge umfassen. Das ist der Fall, wenn das Grundstück aus mehreren Flurstücken besteht, die nicht direkt nebeneinander liegen. Häufig deckt sich ein Grundstück aber mit einem Flurstück.
Mehrere Flurstücke bilden zudem einen Flur, mehrere Flure wiederum eine Gemarkung. Das kann eine Gemeinde sein oder ein Stadtteil. Flurstücke und Flure haben im Bestandsverzeichnis eine eigene Nummer.
Außerdem finden sich dort eventuell sogenannte Herrschvermerke. Diese Einträge bedeuteten, dass mit dem Grundstück Rechte an einem anderen Grundstück einhergehen, sogenannte Grunddienstbarkeiten. Zum Beispiel kann ein Besitzer das Recht haben, das zweite Grundstück als Stellplatz zu nutzen oder Leitungen dort entlanglaufen zu lassen.











