Doch 2025 hat sich das geändert: Der schwache Dollar hat Anlegern aus dem Euro-Raum mit einem Minus von 13 Prozent die Rendite ein Stück weit verhagelt. Nun könnten Sie sich gegen Währungsschwankungen absichern, indem Sie in sogenannte gehedgte ETFs investieren. Gehedgte ETFs, auch „EUR Hedged“ genannt, sind börsengehandelte Indexfonds, die eine zusätzliche Währungsabsicherung beinhalten. Eine solche Absicherung ergibt jedoch nur kurzfristig Sinn. Wenn Sie langfristig investieren, dann kostet Sie das nur unnötig Geld.
Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Dollaranteil im Depot und mit ihm den Anteil der US-Aktien zu reduzieren. Sie würden einfach weniger Geld in amerikanische und mehr Geld in Aktien aus dem Euroraum investieren. Auch eine Beimischung von Schweizer Aktien senkt das Dollar-Risiko, zumal der Schweizer Franken als sicherer Hafen gilt.
Bitte bedenken Sie aber auch: Die USA sind der größte Finanzmarkt der Welt. An der Wall Street und der Nasdaq sind die weltweit größten und wertvollsten Unternehmen gelistet. Der Dollar gilt nach wie vor als Leitwährung. Zudem ist das Wirtschaftswachstum deutlich höher als in Europa oder der Eurozone.
Des Weiteren haben sich die US-Börsen in den vergangenen Jahren besser entwickelt als die europäischen. All das spricht für amerikanische Aktien. Es könnte also auch ein Risiko darstellen, die Gewichtung der USA im Depot zu reduzieren.
Natürlich ist es in Krisen- und Kriegszeiten immer eine Option, in vermeintlich sichere Häfen wie Gold oder Bundesanleihen zu „flüchten“. Das gelbe Edelmetall gilt als die Versicherung gegen jegliche Krisen. Das heißt aber nicht, dass nicht auch der Goldpreis in Krisenzeiten kurzfristig unter Druck geraten kann. Mitunter schwankt er auch kräftig. Sogar eine stärkere Korrektur ist jederzeit möglich, wie wir Ende Januar erleben mussten. Leider gibt es keinen sicheren Hafen, der immer 100-prozentig sicher ist.









