Nach Steuerskandal
Diese Fragen quälen krebskranken Koch Johann Lafer
Aktualisiert am 05.08.2026 – 10:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Johann Lafer kämpft gegen seine Krebserkrankung. Nun erzählt er, warum er trotz der Diagnose weiterarbeitet – und was die Krankheit für seine Finanzen bedeutet.
Ende Mai machte Lafer seine Krebserkrankung öffentlich. Die Diagnose Lymphdrüsenkrebs hatte er bereits im Januar 2024 erhalten, seitdem hat er stark abgenommen. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ hat der 68-Jährige jetzt über den Verlauf seiner Behandlung gesprochen und Einblicke in seine finanzielle Lage gegeben.
2014 zeigte eine ehemalige Haushälterin Johann Lafer an und brachte damit umfassende Ermittlungen in Gang. Zwei Jahre später wurde der Starkoch unter anderem wegen Steuerhinterziehung rechtskräftig verurteilt. Er bekam eine einjährige Bewährungsstrafe und eine hohe Geldstrafe. Der Imageschaden war enorm.

„Sie wissen ja selbst, was bei mir ab 2014 los war. Ich war am Boden“, sagt er. Angesprochen auf die Steuerhinterziehung, ergänzt er: „Mir ist es gelungen, aus diesem dunklen Loch wieder herauszukommen, aber das war nicht ohne. Sich all dem finanziell, familiär, charakterlich und imagemäßig zu stellen und nicht aufzugeben in dieser Situation.“
Ganz „herausgestrampelt“, habe er sich bislang nicht. „Ich bin immer noch mittendrin! Die Dramatik, die dahintersteckt, auch persönlich, ist mit meiner Diagnose ja doppelt schwer.“
Ob er denn seine Schulden bis heute abbezahle? „Wer möchte nicht Frieden schaffen für seine Familie, die Kinder, damit man gut schlafen kann nachts?“, sagt er. „Ich hoffe, dass die Menschen verstehen, dass Johann Lafer nicht größenwahnsinnig ist, sondern dass ich mich in einer Situation befinde, in der ich nicht aufgeben möchte und kann.“
„Ich muss mit mir im Einklang sein“
Johann Lafer hat bereits mehrere Zyklen Chemotherapie hinter sich. „Es ist sehr anstrengend, aber ich bin zuversichtlich“, berichtet er. An das Aufhören hat er nicht gedacht. „Ich wollte gerne weiterarbeiten und kann es auch.“ Deswegen habe er „so gut wie keine Termine abgesagt“. Er ist sich sicher: „Die Arbeit tut mir gut. Aber ich versuche auch zu lernen, auf meinen Körper zu hören und mal Verantwortung abzugeben.“













