Schützende Hautpflege
Diese Sonnencremes sind für Menschen mit Allergien geeignet
Aktualisiert am 25.05.2026 – 07:31 UhrLesedauer: 4 Min.
Sonnenschutz für die Haut ist wichtig. Bei Menschen mit Allergien kann Sonnencreme jedoch zu Hautreaktionen führen. Worauf sie beim Kauf achten sollten.
Den richtigen Sonnenschutz finden: Für Menschen, die eine Allergie haben, ist das nicht immer einfach. Viele reagieren empfindlich auf bestimmte Inhaltsstoffe von Sonnencremes. Die Haut bekommt dann Ausschläge, was zu unangenehmem Juckreiz führen kann. Wie Allergikerinnen und Allergiker die passende Sonnencreme finden.
Sonnencreme ist auch bei einer Allergie unverzichtbar
Reagiert die Haut nach dem Sonnenbaden mit Rötung, Schwellung, Pusteln und Jucken, denken viele zuerst an eine Sonnenallergie. Doch die allergische Reaktion ist häufig auf das Sonnenschutzmittel zurückzuführen.
Besonders die Haut von Allergikerinnen und Allergikern reagiert auf bestimmte Reizstoffe mit Abwehr. Auf Sonnencreme verzichten sollten die Betroffenen dennoch nicht. Der UV-Filter schützt die Haut vor gefährlicher ultravioletter Strahlung. Doch welche Sonnencreme ist für Allergiker die richtige?
Mineralische Sonnencreme: Empfehlung für Allergiker
Es gibt zwei Arten von Sonnencreme:
- mit mineralisch-physikalischen (unlöslichen) UV-Filter sowie
- mit organisch-chemischen (löslichen) UV-Filtern.
„Allergiker wählen am besten die mineralischen Sonnencremes, da diese in der Regel besser verträglich sind. Sie enthalten winzige Partikel, welche das Sonnenlicht wie ein Spiegel reflektieren und so die Haut schützen, beispielsweise Titanoxid und Zinkoxid“, erklärt Dr. Uta Schlossberger, Dermatologin aus Köln.

Zur Person
Dr. Uta Schlossberger ist Hautärztin mit eigener Praxis in Köln. Neben der Dermatologie und Venerologie gehören die Bereiche Allergologie, Lasermedizin, Ästhetische Dermatologie und Anti-Aging zu den Schwerpunkten der Fachärztin.
Sonnencremes mit organisch-chemischen Schutzstoffen hingegen arbeiten mit einer chemischen Reaktion. Die enthaltenen Moleküle neutralisieren die UV-Strahlen: Die Filter absorbieren die UV-Strahlung und geben sie als energieärmere, langwelligere Wärmestrahlung wieder ab. Ein Wirkstoff ist beispielsweise Octinoxat. Bei Allergikerinnen und Allergikern können chemische UV-Filter die Haut unter Umständen stärker reizen als mineralische Filter.
Sonnencreme: Diese drei Stoffe sind kritisch für allergische Haut
Grundsätzlich könnten zwar auch mineralische Sonnenschutzmittel eine allergische Reaktion verursachen, so die Expertin. Die Erfahrung in ihrer Praxis habe aber gezeigt: Viele Menschen, die eine Allergie haben, kommen mit mineralischem Sonnenschutz besser zurecht.
Was an mineralischen Sonnenschutzmitteln allerdings stören kann: Sie hinterlassen oftmals einen weißlichen Film auf der Haut und rufen ein etwas klebriges Gefühl hervor.
„Manchmal muss man ein wenig ausprobieren, bis man die passende Sonnencreme gefunden hat. Wer Hautprobleme hat, etwa Allergien, Neurodermitis oder Akne, kann den Hautarzt oder die Hautärztin fragen, welcher Sonnenschutz empfehlenswert ist. Wichtig ist, dass Allergiker darauf achten, dass die Creme möglichst ohne Duftstoffe, Farbstoffe und Konservierungsstoffe auskommt“, rät Schlossberger. „Diese drei Stoffe bergen ein erhöhtes Allergierisiko. Besonders Duftstoffe sind kritisch.“
Kontaktallergie durch Duftstoffe: Diese Duftstoffe besser meiden
Duftstoffe gehören zu den häufigen Ursachen von Kontaktallergien. Schätzungen zufolge haben acht Prozent der Erwachsenen eine Kontaktallergie – Frauen häufiger als Männer. Auslöser der allergischen Hautreaktion ist ein fehlgeleitetes Immunsystem: Die körpereigene Abwehr bekämpft fälschlicherweise eigentlich harmlose Stoffe über Entzündungsprozesse.










