Verirrter Meeressäuger?
Belugawal wohl vor der deutschen Küste gesichtet
Aktualisiert am 15.04.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Eigentlich leben Belugawale in den kalten Gewässern in der Nähe der Arktis. Jetzt wurde ein solcher Meeressäuger unweit der deutschen Küste gesehen.
In der westlichen Ostsee ist offenbar ein Belugawal gesichtet worden. Das berichten die Lokalzeitung „Der Nordschleswiger“ und der dänische Fernsehsender tvSyd am Montag und Dienstag. Das Tier soll sich bereits seit mehreren Wochen in den Gewässern zwischen Dänemark und Deutschland aufhalten. Zuletzt sei es demnach in der Flensburger Förde gesichtet worden.
Belugawale sind laut Experten für ihre Vorliebe für küstennahe Gebiete bekannt. Dass sich Exemplare der Weißwale in die Flensburger Förde verirren, ist selten, kommt allerdings gelegentlich vor: Wie tvSyd unter Berufung auf einen Experten berichtete, wurde zuletzt 2021 eines der Tiere in der Förde gesichtet. Weitere Fälle habe es bereits 1903, 1964 und in den 1980ern gegeben.
Wie „Der Nordschleswiger“ schrieb, soll das Tier bereits vor etwa einem Monat in der Nähe der dänischen Insel Årøsund gefilmt worden sein. Laut Experten ist das Tier noch agil. Es sei deswegen wahrscheinlich, dass der Wal selbstständig wieder ins offene Gewässer zurückfinden kann.
Belugawale werden meist zwischen drei und sechs Meter lang. Sie sind damit deutlich kleiner als andere Walarten wie etwa Buckelwale. Die Tiere sind für ihre weiße Färbung bekannt und gelten als sozial. Normalerweise leben sie in kalten Gewässern, etwa um Grönland und in der Nähe von Spitzbergen.
Im Video | Neue Aufnahmen zeigen: So klingt Wal Timmy
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Seit mehreren Wochen dominiert das Schicksal des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals Timmy die Schlagzeilen. Das Tier liegt seit mehr als zwei Wochen vor der Insel Poel. Laut Experten ist die Lage des Tieres mittlerweile aussichtslos. Wieso sich der Meeressäuger in so flache Gewässer verirrt hat, ist immer noch nicht geklärt.










