Tarifstreit
Warnstreik trifft WDR-Sendungen – Programmausfall
18.06.2026 – 17:04 UhrLesedauer: 1 Min.
Verdi, DJV und Unisono legen den WDR für 48 Stunden teilweise lahm. Der Tarifkonflikt bleibt ungelöst – die nächste Verhandlungsrunde steht noch aus.
Beim WDR sind wegen eines Warnstreiks mehrere Fernseh- und Radiosendungen ausgefallen. Die Gewerkschaften Verdi, DJV und Unisono haben zu dem 48-stündigen Ausstand aufgerufen, um Druck in den laufenden Tarifverhandlungen auszuüben. Der Streik dauert bis Freitagmorgen, 2 Uhr.
Im WDR-Fernsehen konnten nach Angaben einer Sendersprecherin „Hier und Heute“, „Servicezeit“ und „Markt“ nicht ausgestrahlt werden. Im Radio fielen „Quarks“ bei WDR 5 und „Der Tag um 12“ bei WDR 2, 3 und 4 aus. Auch Lokalzeit-Ausgaben bei WDR 2 und WDR 4 waren demnach nicht zu hören.
Beim ARD-Morgenmagazin konnte der WDR der Sprecherin zufolge keine Live-Ausgaben der Tagesschau aus Hamburg übernehmen. Stattdessen wurde halbstündlich eine „Tagesschau in 100 Sekunden“ aus Köln gesendet.
WDR: Verdi fordert sieben Prozent mehr Gehalt
Verdi fordert nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um sieben Prozent, für Festangestellte um mindestens 300 Euro monatlich. Verdi-Verhandlungsführer Christof Büttner erklärte, die Beschäftigten erwarteten bei der nächsten Verhandlungsrunde ein deutlich verbessertes Angebot, das ihrer Arbeit und den gestiegenen Lebenshaltungskosten Rechnung trage.
WDR-Verwaltungsdirektorin Stefanie Drinhausen wies die Kritik zurück. „Trotz der angespannten finanziellen Lage haben wir ein faires und tragfähiges Angebot für alle unsere Mitarbeitenden gemacht“, sagte sie. Nach einer Einigung mit der Mediengewerkschaft VRFF in der Vorwoche sei es das Ziel, auch die Verhandlungen mit den übrigen Gewerkschaften zügig abzuschließen.
Wann die nächste Verhandlungsrunde stattfindet, ist nicht bekannt.











