Historische Daten zeigen Tendenz
Erster Schnee in Berlin: Wann es winterlich werden könnte
Aktualisiert am 06.11.2026 – 06:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Temperaturen in Berlin sinken spürbar. DWD-Daten zeigen, wann Minusgrade üblich sind und wann der erste Schnee folgt.
Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte spürbar kälter: Im Berliner Umland gab es schon erste Frostnächte, und auch die Hauptstadt muss sich jetzt darauf einstellen. Ein Blick in die Wetterstatistik zeigt: Schnee kommt meist deutlich später.
Dass es im Umland früher friert als im Zentrum, ist typisch. Freie Flächen kühlen in klaren Nächten schneller aus; dicht bebaute Stadtteile speichern Wärme. Dieser Wärmeinseleffekt kann dazu führen, dass die Temperaturen in der Innenstadt noch über null liegen, während es am Stadtrand bereits friert.
Meteorologen unterscheiden dabei zwischen Luft- und Bodenfrost. Von Luftfrost spricht man, wenn die Temperatur in etwa zwei Metern Höhe unter null Grad fällt. Bodenfrost kann bereits auftreten, während die Lufttemperatur noch darüber liegt.
Anfang November erster Frost in Berlin
Statistisch tritt der erste Frost in Berlin Anfang November auf. Das geht aus einer Auswertung des ARD-Wetterkompetenzzentrums vom November 2025 hervor. Grundlage sind Klimareihen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus den Jahren 1981 bis 2010. Die tatsächlichen Termine können von Jahr zu Jahr ganz unterschiedlich sein.
DWD-Mittelwerte aus den Jahren zwischen 1991 und 2020 zeigen, dass Frosttage in Berlin im November nicht ungewöhnlich sind: Je nach Station gibt es im Mittel 7,3 bis 8,4 Frosttage im November und 13,8 bis 15,2 im Dezember.
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Erster Schnee in Berlin: Bis zu drei Zentimeter im November
Auch erste Schneeflocken können schon im November fallen. Historische DWD-Auswertungen zeigen, dass eine mindestens einen Zentimeter hohe Schneedecke im Osten Deutschlands häufig zwischen Ende November und Anfang Dezember entsteht.
Meteorologe Jan Schenk vom YouTube-Kanal „The Weather Channel“ sagt, im November dieses Jahres sei durchaus etwas Schneefall möglich, „selbst in Berlin bis zu drei Zentimeter“. Dieser bleibe dann aber nicht liegen.
Für den Winter 2026/2027 rechnet der Meteorologe mit Blick auf die Wettermodelle insgesamt mit weniger Schnee in Deutschland als normalerweise. Dass Großstädte und das Flachland in diesem Winter überhaupt eine Chance auf eine geschlossene Schneedecke haben, sieht Schenk „eigentlich nicht.“












