Abwasserentsorgung
Bremen plant höhere Gebühren für Abwasser
06.11.2026 – 04:50 UhrLesedauer: 1 Min.
Wer sein Abwasser über Sammelgruben entsorgt, zahlt 12 Prozent mehr. Die Schmutzwassergebühr sinkt leicht, die Entlastung dürfte kaum auffallen.
Gebühren für das Abholen von Abwasser aus Sammelgruben sollen in Bremen nach geplanten neuen Sätzen von 15,65 auf 17,51 Euro je Kubikmeter steigen. Die städtische Deputation für Umwelt, Klima und Landwirtschaft hat die neuen Gebührensätze am Donnerstag beschlossen. Nach Angaben der Ressort-Spitze sollen die Sätze ab dem 1. Januar 2027 gelten.
Für Grundstücke mit Kanalanschluss sinkt die Schmutzwassergebühr dagegen leicht: Statt 2,93 Euro sollen dann 2,86 Euro je Kubikmeter verbrauchtem Frischwasser fällig werden (minus 2,39 Prozent). Unterm Strich sind das nur wenige Cent pro Kubikmeter – eine spürbare Entlastung ist das für die meisten eher nicht. Die Gebühr für Niederschlagswasser bleibt unverändert bei 0,83 Euro je Quadratmeter versiegelter und angeschlossener Fläche.
Gebühr deckt tatsächliche Kosten nicht
Dass die Schmutzwassergebühr trotz voraussichtlich steigender Entsorgungskosten sinken kann, liegt laut Ressort an Überschüssen aus dem bisherigen Gebührenzeitraum. Hinzu kämen aktualisierte Erkenntnisse über versiegelte Flächen in Bremen.
Das Ressort begründet den Anstieg damit, dass die Gebühr die tatsächlichen Kosten noch immer nicht decke und sich ihnen schrittweise annähern solle, aber weiterhin darunter liege. Bei diesen Grundstücken wird das Abwasser in Sammelgruben aufgefangen und per Saugfahrzeug abgeholt.
Die neuen Gebührensätze sollen zunächst bis zum 31. Dezember 2028 gelten. Bevor sie in Kraft treten, müssen allerdings noch Senat und Bürgerschaft zustimmen. Grundsätzlich dürfen Abwassergebühren nur die tatsächlichen Entsorgungskosten decken.











