
t-online-Umfrage
Verständnis für den BVG-Streik? Das sagen die Berliner
02.02.2026 – 18:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Streik legt den Berliner Nahverkehr am Montag lahm. Ist das verhältnismäßig? Das sagen die Leser von t-online.
Ein eintägiger Streik legt seit den frühen Morgenstunden einen Großteil des Berliner Nahverkehrs lahm. Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.
Insgesamt haben an der Umfrage 1503 Leser teilgenommen. Dabei gaben 77,4 Prozent (1163 Stimmen) an, überhaupt kein Verständnis für den BVG-Streik zu haben. Lediglich 17,2 Prozent der Teilnehmer (259 Stimmen) zeigten Verständnis für die Arbeitsniederlegung der Beschäftigten. 5,4 Prozent (81 Stimmen) der Leser wählten „Mich betrifft der Streik nicht“.
Auch die BVG kritisierte den Streikaufruf von Verdi scharf. Das Unternehmen beschrieb die Forderungen der Gewerkschaft als „fern jeder Finanzierbarkeit“ und wies sie zurück. Hintergrund des Streiks sind die stockenden Tarifverhandlungen. Bereits nach dem zweiten Treffen der jeweiligen Verhandlungsführer warfen sich beide Seiten eine fehlende Annäherung vor.
Verdi fordert für rund 16.000 BVG-Beschäftigte unter anderem eine Begrenzung der Schichtlänge auf zwölf Stunden, mehr Urlaubstage, eine Mindestruhezeit zwischen den Schichten von elf Stunden sowie mehr Urlaubsgeld mit Umwandlungsmöglichkeit in freie Tage. Auch eine längere Wendezeit zwischen den einzelnen Fahrten strebt die Gewerkschaft an.
Verdi-Verhandlungsführer Serat Canyurt verteidigte den Warnstreik. „Unsere Priorität ist, am Verhandlungstisch voranzukommen“, sagte er am Montagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Aber bei den Tarifverhandlungen habe sich der Arbeitgeber bisher geweigert, sich mit den seit zwei Monaten vorliegenden Forderungen der Gewerkschaft wirklich auseinanderzusetzen. „Da bleibt uns keine andere Wahl.“
Ab Dienstagmorgen soll der Verkehr wieder anlaufen. Dabei kann es laut BVG jedoch noch zu einzelnen Ausfällen und Verspätungen kommen.
Anmerkung der Redaktion: Bei dieser Abstimmung handelt es sich um eine nicht repräsentative Umfrage unter t-online-Lesern. Bei der Umfrage konnten die Teilnehmer zwischen drei Antwortmöglichkeiten wählen.










