Unfallstatistik für Mittelfranken
Alkohol ist und bleibt eine der größten Gefahren im Straßenverkehr
19.03.2026 – 19:38 UhrLesedauer: 1 Min.

Seit der Teillegalisierung wurde immer wieder vor Cannabis am Steuer gewarnt. Die neuen Unfallzahlen aber zeigen, dass das größte Risiko woanders liegt.
Alkoholkonsum ist auf Mittelfrankens Straßen weiterhin ein großes Risiko. „Nur wer nüchtern ist, fährt sicher. Alkohol und andere berauschende Mittel haben im Straßenverkehr nichts zu suchen“, sagte Polizeivizepräsident Ulrich Rothdauscher bei der Vorstellung der Straßenverkehrs- und Unfallstatistik 2025.
Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 564 Unfälle unter Einfluss von Alkohol. Dabei wurden 311 Menschen verletzt, ein Verkehrsteilnehmer starb. Polizeidirektor Ingo Lieb sagt im Gespräch mit der Nürnberger Lokalredaktion von t-online: „Alkoholkonsum ist eine Hauptunfallursache.“
Unfälle in Zusammenhang mit Drogen spielten in der Statistik dagegen eine deutlich kleinere Rolle: 65 Fälle zählte die Polizei in Mittelfranken, dabei wurden 37 Menschen verletzt, zwei Menschen kamen ums Leben.
Eine sprunghafte Entwicklung nach der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 lasse sich aus den Zahlen nicht ablesen, heißt es. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Drogenunfälle sogar leicht zurück. Lieb erklärt: Die Befürchtungen, die sie anfangs hatten, hätten sich letztlich nicht bewahrheitet: Dass es wegen der Teillegalisierung mehr Unfälle gebe – „das ist Gott sei Dank nicht passiert“.
Bei Verkehrskontrollen dagegen fällt Cannabis schon häufiger auf. Lieb sagt: „Cannabis spielt die vorherrschende Rolle, wenn es um das Thema Drogenkonsum geht.“ Auch wenn die Unfallzahlen unter Cannabiseinfluss nicht so hoch sind: Der Polizeidirektor warnt, Cannabis bleibe ein großer Risikofaktor im Straßenverkehr.











