Umfrage des Tourismusverbandes
Noch freie Betten: NRW-Urlauber können kurzfristig buchen
28.03.2026 – 08:15 UhrLesedauer: 2 Min.
Viele Betriebe in NRW melden freie Kapazitäten zu Ostern – besonders Business-Hotels haben Platz. Camping bleibt günstiger als im Bundesschnitt, wird aber teurer als 2025.
Wer die Osterferien in NRW noch nicht geplant hat, findet noch reichlich Übernachtungsmöglichkeiten – das geht aus einer Umfrage des Tourismusverbandes NRW unter 377 Betrieben hervor.
Gut jeder dritte befragte Betrieb rechnet der Umfrage zufolge mit weniger Nachfrage als im Vorjahr. Als Hauptgrund nennen die Betriebe Konsumzurückhaltung. Ein Trend zu kurzfristigen Buchungen könnte ebenfalls eine Rolle spielen, sagte eine Sprecherin des Tourismusverbandes NRW. Oft hänge es dann vom Wetter ab – erfahrungsgemäß falle die Nachfrage letztlich meist höher aus als erwartet.
42 Prozent der befragten Betriebe berichten laut Verbandsumfrage von einer gleichbleibenden Buchungslage. Rund 20 Prozent erwarten Zuwächse gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Besonders günstig dürfte es in Business-Hotels sein. Sie sind bei Messen und Großveranstaltungen stark gefragt, außerhalb solcher Termine aber erfahrungsgemäß deutlich preiswerter. Business-Hotels gehörten laut der Verbandsumfrage zu den Betrieben mit der schlechtesten Lagebewertung für die Osterferien.
Auf Campingplätzen sieht die Lage anders aus: Mehr als zwei Drittel der befragten Betreiber zeigen sich laut Umfrage zufrieden oder sehr zufrieden. Stellplätze sind nach Einschätzung des Bundesverbandes der Campingwirtschaft trotz gestiegener Fahrzeugzahlen ausreichend vorhanden. „Es gibt nur sehr wenige Tage im Jahr, an denen Campingplätze zu hundert Prozent belegt sind, und wenn man weitersucht, findet man immer etwas“, heißt es vom Bundesverband.
Wer mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs ist, zahlt in NRW in der Hochsaison laut einer Auswertung des ADAC-Campingportals Pincamp durchschnittlich 40 Euro pro Nacht – gerechnet für eine Familie mit zwei Erwachsenen und einem Kind. Das seien rund sechs Euro mehr als 2025, aber noch einen Euro weniger als der Bundesschnitt von 41 Euro.
Auch bei Ferienwohnungen sind laut Tourismusverband NRW noch Kapazitäten frei. Gut jeder zweite befragte Besitzer bewertet die Buchungslage überdurchschnittlich optimistisch.
Der ADAC geht nach eigenen Angaben nicht davon aus, dass hohe Spritpreise den Osterurlaub gefährden. „Wer in den Osterferien verreist, hat seinen Urlaub in der Regel schon vor dem drastischen Anstieg der Spritpreise gebucht“, sagt ein ADAC-Sprecher. Urlaub habe für viele Menschen eine hohe Priorität – in die auch bei wirtschaftlichen Unsicherheiten investiert werde.
Bei spontanen Kurztrips am Wochenende könnte das laut ADAC anders aussehen. Dort sei durch den Preissprung an der Zapfsäule eine gewisse Zurückhaltung möglich – mit einer Fokussierung auf Ausflugsziele in der näheren Umgebung.












