Sparmaßnahmen an Hochschule

Diese Studiengänge streicht die Uni Hamburg

29.10.2026 – 09:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Hörsaal der Universität Hamburg (Archivbild): Insgesamt sind derzeit rund 43.000 Studenten an der Uni eingeschrieben. (Quelle: Lars Berg/imago-images-bilder)

An der Universität Hamburg stehen mehrere Studiengänge vor dem Aus. Für Studienanfänger hat das schon bald konkrete Folgen.

Die Universität Hamburg streicht und kürzt wegen ihrer Sparmaßnahmen mehrere Studiengänge im Fachbereich Informatik. Das geht aus einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) hervor.

Die Hochschule bestätigte die Einschnitte dem Sender, obwohl sie noch Mitte Oktober erklärt hatte, dass keine Studiengangschließungen aufgrund der Sparmaßnahmen vorgesehen seien. Während ein Studiengang vollständig eingestellt werden soll, sind bei zwei anderen zunächst Zulassungsstopps geplant.

Fakultätsrat stellt Studiengang ein

Für den Bachelorstudiengang Software-System-Entwicklung hat der zuständige Fakultätsrat laut NDR bereits die Einstellung mit einem sofortigen Zulassungsstopp beschlossen. Allerdings muss das Präsidium der Universität diesem Beschluss noch zustimmen.

Das Hauptgebäude der Universität Hamburg an der Adresse Edmund-Siemers-Allee: Die Kosten und der Investitionsbedarf steigen stärker als das Budget der Universität. (Quelle: IMAGO/BODE/imago)

Auch bei Wirtschaftsinformatik stehen Veränderungen bevor: Zum Wintersemester 2027/28 sollen sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang keine neuen Studierenden aufgenommen werden, berichtet der NDR. Ob die Studiengänge dauerhaft wegfallen, ist allerdings noch offen.

Informatik-Studiengang bleibt erhalten

Der reguläre Bachelorstudiengang Informatik bleibt dagegen bestehen. In ihn wurden nach Angaben der Hochschule wesentliche Inhalte der Software-System-Entwicklung integriert. Außerdem soll das Studienangebot um 53 Plätze wachsen.

Dennoch fallen im akademischen Jahr 2027/28 durch die Einschnitte bei Software-System-Entwicklung und Wirtschaftsinformatik insgesamt 113 Bachelorstudienplätze weg, wie die Universität dem NDR gegenüber bestätigt. Trotz der Aufstockung im Fach Informatik ergibt sich damit ein Verlust von 60 Bachelorstudienplätzen.

22 Millionen Euro Defizit

Hinter den Einschnitten steht die angespannte finanzielle Lage der Universität. Nach eigenen Angaben hat die Hochschule ein strukturelles Defizit von rund 22 Millionen Euro, weil unter anderem Personal-, Energie- und IT-Kosten stärker gestiegen sind als die verfügbaren Mittel.

Für 2026 gelten Einsparziele von 4,5 Prozent für die Fakultäten und fünf Prozent für die zentrale Verwaltung, jeweils bezogen auf die Landesmittel. Bis 2028 soll die Zahl der Studienanfängerplätze zudem um insgesamt 675 sinken.

Auch Studierende anderer Fachrichtungen könnten die Sparmaßnahmen zu spüren bekommen. So hält die Hochschule größere Lerngruppen, weniger Tutorien und eingeschränkte Öffnungszeiten von Bibliotheken für möglich.

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