Ansturm auf Geschäfte weltweit
Chaos wegen neuer Swatch-Uhr
17.05.2026 – 00:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine neue Uhr von Swatch und Audemars Piguet hat Polizeieinsätze in mehreren Städten ausgelöst. Einige Läden mussten geschlossen werden.
Tausende Menschen wollten am Samstag eine neue Sonderkollektion von Swatch und Audemars Piguet kaufen. In mehreren Städten kam es zu Gedränge, Schlägereien und Polizeieinsätzen.
Schon in den frühen Morgenstunden bildeten sich vor ausgewählten Swatch-Läden in New York und Europa lange Warteschlangen. Der Verkaufsstart der limitierten „Royal Pop“-Kollektion sorgte unter anderem in Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien für chaotische Szenen.
Vor dem Swatch-Store am Times Square in New York sei es zu massivem Gedränge gekommen. „Das war wie ein Mosh-Pit“, sagte der 44-jährige John McIntosh der Nachrichtenagentur AFP. Er habe bereits seit Mittwoch vor dem Geschäft gewartet.
Viele Käufer hofften offenbar auf schnelle Gewinne. Die Taschenuhren kosteten zwischen 400 und 420 Dollar und sollten laut mehreren Kunden direkt mit hohem Aufschlag weiterverkauft werden.

Polizei greift ein
Auch in Deutschland war der Andrang groß. Laut WDR reichte die Warteschlange vor dem Düsseldorfer Store am Morgen über 300 Meter weit. Zeitweise musste die Polizei eingreifen, um die Lage zu kontrollieren. Ähnliche Szenen gab es in Köln.
Später teilte Swatch auf Instagram mit, die Geschäfte in Düsseldorf und Köln würden „unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit“ geschlossen.
In Frankreich eskalierte die Situation mancherorts noch stärker. In mehreren Städten bildeten sich bereits in der Nacht lange Schlangen vor den Geschäften. Sicherheitskräfte mussten wiederholt eingreifen.
In einem Einkaufszentrum im Großraum Paris drängten am Morgen rund 300 Menschen zu einem Swatch-Laden. Die Menge sei schließlich mit Tränengas auseinandergetrieben worden. Laut Behörden wurden ein Metallrollladen und zwei Sicherheitstüren beschädigt, zudem seien Sicherheitskräfte und Polizisten angegriffen worden. Der Verkauf der „Royal Pop“-Kollektion wurde dort vorerst gestoppt. Ein neuer Termin wurde nicht genannt. Nach Angaben vor Ort sei der Sicherheitsbedarf unterschätzt worden.
Läden schließen europaweit
Auch in Italien kam es zu Zwischenfällen. In Mailand habe es laut Medienberichten bei Öffnung eines Geschäfts eine Schlägerei gegeben. Vor einem weiteren Store sei die Stimmung gekippt, nachdem Mitarbeiter erklärt hätten, dass alle Uhren bereits verkauft seien.
Aus Sorge um die Sicherheit schloss Swatch zudem mehrere Filialen in Großbritannien, darunter in London, Liverpool und Manchester. Eine Stellungnahme zum Chaos vor den Geschäften gab das Unternehmen auf Anfrage von AFP zunächst nicht ab.












