Kein Kontakt mehr zu seinen Kindern
Tochter von Reinhold Messner: „Wir erreichen ihn nicht mehr“
Aktualisiert am 19.08.2026 – 17:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Jahrelang arbeitete sie eng mit ihrem Vater zusammen. Doch seit rund zwei Jahren herrscht Funkstille zwischen Reinhold Messner und seinen Kindern – und keiner weiß genau, warum.
Sie tippte die handschriftlichen Manuskripte ihres Vaters ab, schaute ihm beim Aufbau seiner Museen über die Schulter und übernahm schließlich 2017 die Verwaltung aller sechs Messner Mountain Museen. Die Beziehung zwischen Reinhold Messner und seiner Tochter Magdalena war eng. Dann brach der Kontakt ab. „Kurz bevor wir das letzte Messner Mountain Museum auf die Beine stellen wollten“, erinnert sich die 38-Jährige im Interview mit dem „Bunte“-Magazin.
„Es ist seitdem keine Zusammenarbeit und kein Austausch mehr möglich, was ich sehr bedauere“, so Magdalena Messner. Warum es zum Kontaktabbruch kam, weiß sie bis heute nicht. „Wir erreichen ihn nicht mehr, das ist sehr traurig. Aber ich habe das Gefühl, dass Papas Gedanken immer noch in mir präsent sind, und auch sein Geist noch in den Museen zu spüren ist.“
- „Es war magisch“: Reinhold Messner teilt Hochzeitsfoto
- „Ich wurde entsorgt“: Reinhold Messner fühlt sich von seinen Kindern verraten
Reinhold Messner selbst hingegen sieht im Erbe das Problem. 2019 hatte er ihnen bei einer vorweggenommenen Erbschaft sein Vermögen übertragen und gehofft, den Familienzusammenhalt dadurch zu stärken. Im „Ö3“-Interview schilderte er, was stattdessen passierte: „Die Frage, wer mehr bekommen hat, stand im Vordergrund.“ Seither fühle er sich entsorgt.
Für seine Tochter Magdalena Messner ist die Situation nicht leicht. „Ich habe den Bruch sicher noch nicht vollständig verarbeitet, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es gibt keine schmerzhaften Momente der Trauer mehr“, sagt sie. „Auch wenn mein Herz schwer wird, arbeite ich daran, dass das kein Dauerzustand bleibt.“ Der Kontakt brach nicht nur zu seiner Tochter Magdalena ab, sondern auch zu seinen anderen drei Kindern.
„Es ist unerträglich und unbegreiflich“
Vor wenigen Wochen äußerte sich auch sein Sohn Simon. „Alle Versuche, ihn per Brief oder Telefon zu erreichen, sind fehlgeschlagen. Es kam keine Reaktion. Meine Geschwister und ich wissen nicht, warum. Es ist unerträglich und unbegreiflich.“ Betroffen seien nicht nur er und seine Geschwister, „sondern ein Großteil seines alten Lebens: seine Geschwister, engste Vertraute, Freunde, frühere Mitarbeiter“.












