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Home » Tiefkühlprodukte: Pro-Kopf-Verbrauch steigt auf Rekordwert
Leben

Tiefkühlprodukte: Pro-Kopf-Verbrauch steigt auf Rekordwert

By zeit-heute.deApril 24, 20263 Mins Read
Tiefkühlprodukte: Pro-Kopf-Verbrauch steigt auf Rekordwert
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Trend zeichnet sich ab

Tiefkühlprodukte werden immer beliebter

Aktualisiert am 23.04.2026 – 11:24 UhrLesedauer: 3 Min.

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Supermärkte und Discounter halten ein großes Angebot tiefgekühlter Produkte für Kunden bereit. (Symbolbild) (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

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Lebensmittel aus der Tiefkühltruhe sind in Deutschland gefragter denn je. Experten zufolge liegt das nicht nur am Trend zur Heißluftfritteuse.

Fischstäbchen, Pommes, Geflügel, Pizza und Brötchen – tiefgekühlte Produkte sind in Deutschland beliebt. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 800 Gramm auf 51,6 Kilogramm, wie das Deutsche Tiefkühlinstitut mitteilte. Der Wert, der schon im Vorjahr gestiegen war, ist damit so hoch wie noch nie.

Nach einem Einbruch zu Beginn der Pandemie wächst die Tiefkühlwirtschaft seit 2021 – auch aufgrund gestiegener Preise – und verzeichnet steigende Umsätze und neue Rekorde. Im Jahr 2020 hatte der Pro-Kopf-Verbrauch noch bei knapp 45 Kilo gelegen.

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Die Hersteller von Tiefkühlprodukten in Deutschland steigerten ihren Absatz im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024 um 2,5 Prozent auf mehr als 4,2 Millionen Tonnen. Die Zahlen stützen sich laut Verband auf eine Umfrage unter Herstellern und Importeuren. Amtliche Daten gibt es nicht.

„Tiefkühlprodukte sind fest im Einkaufsalltag verankert“, sagte YouGov-Konsumforscher Martin Weiß. Knapp 39,3 Millionen Haushalte – und damit nahezu alle – kaufen demnach tiefgekühlte Lebensmittel. Im Durchschnitt seien 2025 pro Haushalt fast 220 Euro dafür ausgegeben worden.

Größere Nachfrage bei Pommes, Fisch und Obst

Der Umsatz der Hersteller kletterte 2025 nominal um 4,5 Prozent auf rund 23,6 Milliarden Euro – auch bedingt durch Preissteigerungen. Gründe dafür sind nach Verbandsangaben höhere Kosten für Löhne, Energie, Verpackungen und Rohstoffe. Im Zuge des Iran-Kriegs muss die Branche damit rechnen, dass sich die in der Herstellung und Lagerung energieintensiven Produkte weiter verteuern. Wie stark sich das auswirkt, lasse sich derzeit nicht sagen, teilte der Verband mit.

Jeweils etwa die Hälfte von Umsatz und Absatz der Tiefkühlwirtschaft entfiel 2025 auf den Außer-Haus-Markt. Dazu zählen Restaurants, Cafés und Gemeinschaftsgastronomie in Kitas oder Altenheimen. Der Rest verteilt sich auf Supermärkte, Discounter und Heimdienste wie Bofrost, die Tiefkühlprodukte liefern. Die Tiefkühlpizza ist weiterhin das beliebteste Produkt der Branche im Lebensmittelhandel. Im Jahr 2025 wurden fast 400.000 Tonnen abgesetzt – gut ein Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch bei anderen Warengruppen stieg die Nachfrage im Handel, zum Beispiel bei Fisch, Geflügelfleisch, kompletten Fertiggerichten, Brot und Brötchen sowie Obst. Seltener gekauft wurden hingegen anderes Fleisch, Eintöpfe und Suppen sowie Teige. Mit Blick auf den Pro-Kopf-Verbrauch entfallen laut Verband die größten Anteile auf Backwaren (13,7 Kilo) und Gemüse (6,4 Kilo). Speiseeis ist nicht in den Zahlen inbegriffen.

Experte: Entwicklung zeigt Notlage vieler Haushalte

Die Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts, Sabine Eichner, sieht Veränderungen in den Konsumgewohnheiten: „Die Verpflegung zu Hause, insbesondere mit Fertiggerichten, hat weiter zugelegt.“ Einen positiven Einfluss habe der zunehmende Einsatz von Airfryern. Viele Menschen bereiteten sich ihr Essen mit der Heißluftfritteuse zu. Diese sei oft schneller und energiesparender als der Backofen.

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