Neue Nagelsmann-Kritik
Müller bemängelt: „Konzept vielleicht falsch aufgesetzt“
14.07.2026 – 09:54 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit rund zwei Wochen ist Deutschland nicht mehr bei der Weltmeisterschaft dabei. Jürgen Klopp gilt als designierter neuer Bundestrainer, dennoch geht Thomas Müller nochmal in die Fehleranalyse – indirekt vor allem bei Julian Nagelsmann.
Thomas Müller hat das Konzept der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft kritisiert. Im Podcast von Johannes B. Kerner bemängelte er damit indirekt auch die Ideen vom ehemaligen Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Konkret ging es um die Rolle der jeweiligen Superstars bei ihren Nationalmannschaften. Bei anderen Nationen sei die Devise klar: „Da spielt der Superstar dort, wo er der Superstar ist, auch im Klub.“ Konkret bezog er sich auf Harry Kane und Kylian Mbappé.
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In Deutschland sei das anders. Zum Beispiel bei Kai Havertz oder Joshua Kimmich. Zu Havertz sagte Müller beispielsweise: „Aus meiner Sicht ist er ein Mittelstürmer, aber ein anderer Typ als Haaland. Trotzdem gibt es die Diskussion: Der kann ja rechts spielen, der kann links spielen, der kann sogar als Linksverteidiger spielen.“
Auch, dass Joshua Kimmich bei der Weltmeisterschaft als Rechtsverteidiger auflief, fand Müller nicht optimal: „Wenn du überlegst, dass unsere Top-Spieler auf fachfremden Positionen spielen oder zumindest auf angepassten, dann ist das Konzept vielleicht auch falsch aufgesetzt. Dann muss ich vielleicht eher damit leben, dass ich einen Hauch weniger Qualität auf dem Platz habe.“
Im Video | Klopp kontert Müller prompt
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Ihm sei es viel wichtiger, dass die Säulen einer Mannschaft auch präsent sind auf den Positionen, die sie am besten spielen. „Weil Kimmich war natürlich eine klare Säule, aber platziere ich meine Säule auf einer Position, in der er gar nicht so säulig sein kann?“
Das alles ist letztlich auch eine Kritik an Nagelsmann, da er bei der Weltmeisterschaft für die Aufstellungsentscheidungen verantwortlich war. Als Kerner den Weltmeister von 2014 darauf anspricht, was ein neuer Bundestrainer nun ins Team bringen müsse, sagte Müller klar: „Ich glaube nicht, dass sie individuell verunsichert sind.“ Vielmehr müsse in den Köpfen wieder eine gewisse Einfachheit klar werden.
Stellvertretend nannte er die Situationen von Florian Wirtz und Jamal Musiala. Man müsse ihnen klarmachen, „dass sie nicht die Nation retten müssen. Sie sollen einfach nur das machen, was einen guten Fußball-Spieler ausmacht und was ein Spiel braucht.“












