Zustimmung steigt
E-Auto-Fahrer häufiger für Tempolimit
23.10.2026 – 10:35 UhrLesedauer: 2 Min.

Lange war das Tempolimit unter Autofahrern mehrheitlich unbeliebt. Eine neue Umfrage zeigt ein anderes Bild.
Ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen findet laut einer Umfrage mehr Zustimmung als Ablehnung. Besonders deutlich fällt die Unterstützung unter Fahrern von Elektroautos aus: 68 Prozent von ihnen bewerten ein allgemeines Tempolimit positiv. Unter Fahrern von Pkw mit Verbrennungsmotor sind es 57 Prozent.
Das geht aus einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des ACV Automobil-Club Verkehr hervor. Insgesamt bewerten demnach 58 Prozent der Befragten ein allgemeines Tempolimit positiv, 29 Prozent negativ. 13 Prozent sind unentschieden.
Auch andere Erhebungen zeigen, dass sich die Haltung zum Tempolimit verändert hat. Der ADAC fragt seine Mitglieder regelmäßig nach ihrer Einstellung zu verkehrspolitischen Themen. Über Jahre lehnten sie ein generelles Tempolimit auf Autobahnen mehrheitlich ab. In der Umfrage von 2026 votierten nun 56 Prozent für ein Tempolimit, 39 Prozent dagegen.
Warum E-Auto-Fahrer anders aufs Tempo blicken könnten
Für den ACV ist die höhere Zustimmung unter E-Auto-Fahrern auffällig. Sie könne darauf hindeuten, dass Erfahrungen mit Verbrauch und Reichweite die Einstellung zum schnellen Fahren beeinflussen. Denn gerade im E-Auto ist hohes Autobahntempo unmittelbar spürbar: Der Stromverbrauch steigt, die Reichweite sinkt. Wer langsamer fährt, kommt mit einer Ladung weiter und spart sich einen längeren Ladestopp. Bei Fahrern von Benzinern und Dieselautos könnte dieses Thema weniger bedeutsam sein, da das Auftanken schneller möglich ist. Einen ursächlichen Zusammenhang weist die Befragung allerdings nicht nach.
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Frauen befürworten Tempolimit häufiger
Unterschiede zeigt die ACV-Umfrage auch zwischen Frauen und Männern. 64 Prozent der Frauen bewerten ein allgemeines Tempolimit positiv, bei Männern sind es 54 Prozent. Negativ sehen es 21 Prozent der Frauen und 35 Prozent der Männer.
Zugleich fühlen sich Männer auf Autobahnen häufiger sicher. 82 Prozent der befragten Männer geben an, sich dort sicher zu fühlen. Bei Frauen sind es 68 Prozent. Auch beim selbst angegebenen Fahrverhalten gibt es Unterschiede: 18 Prozent der männlichen Autofahrer fahren auf einer freien Autobahn üblicherweise schneller als 150 km/h. Bei Frauen sind es 8 Prozent.
Autobahnen gelten als sicher – Landstraßen bleiben gefährlich
Insgesamt fühlen sich laut ACV 74 Prozent der befragten Autofahrer auf deutschen Autobahnen sicher. Bei der Frage, auf welchem Straßentyp sie sich am sichersten fühlen, nennen 29 Prozent die Autobahn. Dahinter folgen Landstraßen mit 21 Prozent, Bundesstraßen mit 17 Prozent und Straßen innerorts mit 13 Prozent.
Die Unfallstatistik zeigt allerdings ein anderes Bild beim Risiko tödlicher Unfälle. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen 2025 insgesamt 56 Prozent der Verkehrstoten auf Landstraßen ums Leben. Auf Autobahnen waren es 10 Prozent.











