Umfrage mit 12.000 Teilnehmern
„Zu teuer“: Vier von fünf t-online-Lesern boykottieren die Wiesn
21.09.2026 – 16:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Maß für bis zu 15,90 Euro, ein halbes Hendl für 17,60 Euro. Für die Mehrheit der t-online-Leser ist das Oktoberfest zu teuer. Doch es gibt auch Gegenwind.
Die Wiesn ist voll, die Festzelte sind gut besucht und trotzdem sagen viele t-online-Leser: „Mir ist das zu teuer“. In einer aktuellen t-online-Umfrage mit 12.112 Teilnehmern (Stand 21. September, 11 Uhr) haben 80,3 Prozent der Leser angegeben, dass sie in diesem Jahr nicht auf das Oktoberfest gehen wollen, weil es ihnen zu teuer ist. Das entspricht 9.721 Stimmen. Nur 1.238 Teilnehmer, also 10,2 Prozent, wollen trotz der Preise auf die Wiesn gehen.
Die Frage lautete: „Gehen Sie in diesem Jahr auf das Oktoberfest?“ Zur Auswahl standen vier Antworten. Neben den 80,3 Prozent, die mit „Nein, ist mir zu teuer“ stimmten, sagten 3,7 Prozent, dass sie noch unentschieden seien. 5,8 Prozent hatten keine Meinung dazu. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Auch wurde nicht erfasst, ob die Teilnehmer tatsächlich auch in München wohnen.

Das kosten Bier und Schmankerl in diesem Jahr auf der Wiesn
Ein Blick auf die Speisekarten und Preise der Festzelte zeigt: Eine Maß Festbier kostet auf dem Oktoberfest 2026 je nach Zelt zwischen 14,80 und 15,90 Euro, im Durchschnitt sind es 15,61 Euro. In sieben Betrieben wird mit 15,90 Euro der Höchstpreis verlangt.
Auch beim Essen summieren sich die Beträge schnell. Ein halbes Hendl kostet in den verglichenen großen Festzelten zwischen 17,20 und 17,60 Euro. Eine Beilage muss extra bezahlt werden und kostet meist noch um die sechs Euro extra. Beim Kaiserschmarrn reicht die Spanne von 14,20 Euro im Museumszelt bis 30,50 Euro im Festzelt Tradition.
Hendl, Bier und Nachspeise für 62,90 Euro pro Person
Wer beispielsweise im Löwenbräu Festzelt eine Maß, ein halbes Hendl und einen Kaiserschmarrn bestellt, kommt bereits auf 62,90 Euro. In der Rechnung enthalten sind 15,90 Euro für das Bier, 17,20 Euro für das Hendl und 19,80 Euro für den Kaiserschmarrn. Beilagen und Trinkgeld sind dabei noch nicht eingerechnet.
Und die Preise gehen nicht nur beim Bier nach oben. Beim Wasser sind ebenfalls zweistellige Beträge keine Seltenheit: In Kufflers Weinzelt kostet ein Liter Tafel oder Mineralwasser 15,33 Euro. Damit ist das Wasser dort sogar teurer als die günstigste Maß der Wiesn.
Auf der Theresienwiese ist trotz der hohen Preise einiges los. Das offizielle Besucher-Barometer stuft den Sonntag, 20. September, tagsüber als stark besucht ein. Zum ersten Wiesn Wochenende wurden rund eine Million Besucher erwartet. Das 191. Oktoberfest geht noch bis zum 4. Oktober.











