1.500 zusätzliche Polizisten
„Gen Z regelt“: Tausende Menschen bei Protest
Aktualisiert am 31.10.2026 – 16:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Tausende Menschen demonstrieren in Berlin für eine bessere Zukunft. Die Sicherheitsbehörden sehen Konfliktpotenzial in der Halloween-Nacht.
Tausende Menschen haben sich in Berlin am Brandenburger Tor an den bundesweiten Jugendprotesten der Initiative „Gen Z regelt“ beteiligt. Nach Angaben der Polizei kamen rund 5.000 Teilnehmer zu der Kundgebung. Die Veranstalter sprachen hingegen von 10.000 Menschen. So viele hatten sie bereits im Vorfeld erwartet. Laut Polizei verlief der Protest zunächst friedlich.
Viele Demonstranten trugen selbstgemachte Schilder und Plakate. Darauf standen unter anderem Forderungen wie „Wir wollen eine lebenswerte Zukunft“ oder „Was macht ihr mit unserer Zukunft“. Auf einem großen Banner war zudem „Merz muss weg“ zu lesen.
Demonstranten fordern mehr Geld für Schulen
Die Initiative „Gen Z regelt“ fordert unter anderem mehr Geld für Schulen, Maßnahmen gegen steigende Lebenshaltungskosten, soziale Gerechtigkeit und mehr Klimaschutz. Eine Wehrpflicht sowie den Ausbau staatlicher Überwachung lehnt sie ab.

An dem Protest beteiligten sich vor allem ältere Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende. Aber auch Menschen älterer Generationen sowie Mitglieder linker und kommunistischer Parteien waren vertreten.
Weiterer Protestzug in Berlin geplant
Im Vorfeld hatte es Befürchtungen gegeben, dass radikale Kräfte die Jugendproteste unterwandern könnten. Die Organisatoren riefen zu Beginn der Kundgebung erneut ausdrücklich zu friedlichem Protest auf und lehnten jede Form von Gewalt ab.
Am späten Nachmittag ist in Berlin-Mitte ein weiterer Protestzug unter dem Titel „Gen Z hat genug!“ geplant. Dessen Veranstalter ist laut Polizei dem linken Spektrum zuzuordnen. Auch Teilnehmer aus der propalästinensischen Szene werden erwartet.
Die Berliner Polizei ist nach eigenen Angaben den gesamten Tag mit rund 1.500 zusätzlichen Polizistinnen und Polizisten in der Stadt im Einsatz.
Die Sicherheitsbehörden sehen Konfliktpotenzial durch das Zusammentreffen der Protestaufrufe mit der Halloween-Nacht. Diese führt in der Hauptstadt regelmäßig zu vermehrten Polizeieinsätzen. Mit Plünderungen rechnen die Behörden jedoch nicht. Nach eigenen Angaben liegen ihnen auch keine Erkenntnisse über gezielte Gewaltaufrufe vor.









