Unternehmen vor Umbruch
Aldi Süd streicht 1.100 Stellen
Aktualisiert am 24.04.2026 – 18:02 UhrLesedauer: 1 Min.
Aldi Süd verkündet einen harten Sparkurs. Tausend Stellen fallen weg. Und zahlreiche Produkte fliegen aus den Regalen.
Der Umbruch in der Lebensmittelbranche macht auch vor Aldi Süd nicht halt. Das Unternehmen will am Montag gravierende Umbrüche vermelden. Es gehe um Stellenstreichungen und Änderungen im Sortiment, berichtete die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ (WAZ).
Der Sparkurs sieht unter anderem Stellenstreichungen bei der IT-Tochter Aldi DX vor. Dort sollen bis zu 1.100 Jobs wegfallen, hieß es. Schon zuvor hatte Aldi Süd rund 400 Stellen gekappt und teils an den indischen Dienstleister Tata ausgelagert. Nun droht eine weitere Kürzungswelle. Pikant: Laut „WAZ“ will Aldi Süd mit dem Manöver den eigenen Betriebsrat bei Aldi DX ausbremsen und Abfindungsregelungen umgehen.
Der Umbau betrifft laut Bericht auch die Kundschaft. So wird das Sortiment kräftig gestrafft. Nach Informationen der „Lebensmittelzeitung“ will das Mülheimer Unternehmen rund 50 Artikel aus den Kühlregalen nehmen. Der Schwesterkonzern Aldi Nord hatte es bereits vorgemacht. Dort landet der Wein seit kurzem wieder in Pappkartons im Regal.
Die Lebensmittelbranche steht vor gewaltigen Umbrüchen. Hohe Energie- und Personalkosten belasten die Bilanzen. Zudem werden die Rohstoffe teurer. So hatte der Schoko-Hersteller Ritter Sport erstmals in seiner 110-jährigen Firmengeschichte Entlassungen angekündigt.












