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Home » Tabaksteuer soll 2027 steigen – Liquids werden teurer
Wirtschaft

Tabaksteuer soll 2027 steigen – Liquids werden teurer

By zeit-heute.deSeptember 6, 20263 Mins Read
Tabaksteuer soll 2027 steigen – Liquids werden teurer
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Vaping

E-Zigaretten werden bald teurer

Aktualisiert am 06.09.2026 – 09:44 UhrLesedauer: 2 Min.

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Junger Mann raucht E-Zigarette: Vaping ist ein Massenphänomen geworden in Deutschland. (Quelle: Trendsetter Images/getty-images-bilder)

Aromamischungen für E-Zigaretten sollen ab 2027 teurer werden. Die Branche warnt vor mehr Schwarzmarkt, Mediziner vor den Risiken des Vapings.

Deutschlands Vaper müssen sich auf etwas höhere Preise einstellen, wenn sie ihre Flüssigkeiten für E-Zigaretten kaufen. Grund dafür ist die geplante Erhöhung der Tabaksteuer, die in der Bundespolitik weitgehend Konsens ist. Strittig ist aber, wie stark der Steuersatz steigen soll: Nachdem die Bundesregierung eine eher moderate Anhebung vorgeschlagen hat, peilen die Koalitionsfraktionen aus CDU/CSU und SPD im Bundestag einen stärkeren Steueraufschlag an. Das wiederum sorgt nun für Unruhe in der Branche: Der Verband Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) befürchtet eine sinkende Nachfrage des legalen Geschäfts und eine Zunahme des Schwarzmarktes.

Der Verbandsvorsitzende Dustin Dahlmann weist darauf hin, dass die Tabaksteuer auf Liquids erst dieses Jahr um 6 auf 32 Cent pro Milliliter angestiegen ist. Wegen der damit verbundenen Preiserhöhungen sei der Schwarzmarktanteil von schätzungsweise 40 auf 50 Prozent gestiegen. „Dieser Trend dürfte sich fortsetzen, wenn erneut stark an der Steuerschraube gedreht wird“, sagt Dahlmann.

  • Studie: Umstieg auf E-Zigaretten kann Rauchentwöhnung erleichtern
  • Bei jungen Erwachsenen: So wirkt sich Dampfen auf die Fitness aus

Wie teuer es werden könnte

Das Bundesfinanzministerium schlug eine Anhebung um einen Cent auf 33 Cent pro Milliliter zum Januar 2027 vor, die Koalitionsfraktionen sind nun für einen Aufschlag um drei Cent auf 35 Cent. Auf diesen Steueraufschlag wird noch die Mehrwertsteuer berechnet – je höher der Steueraufschlag ist, desto höher fällt die Mehrwertsteuer aus. Ein typisches 10-Milliliter-Fläschchen, das im Handel derzeit grob gesagt 12 Euro kostet, könnte steuerbedingt 36 Cent teurer werden, heißt es von dem Branchenbündnis. Das wäre ein Preisanstieg um drei Prozent bei den Vaping-Liquids.

Branchenvertreter Dahlmann rechnet zudem damit, dass der Fiskus deutlich weniger Steuereinnahmen bekäme als erwartet. „Das war schon 2022 bei der Novelle des Tabaksteuer-Gesetzes so: Damals ging das Bundesfinanzministerium von 520 Millionen Euro Tabaksteuer-Einnahmen durch den Verkauf von E-Zigaretten im Jahr 2025 aus, tatsächlich wurden es nur 403 Millionen Euro.“ Der Konsum habe zwar angezogen, aber der Schwarzmarkt eben auch. „Diesen Fehler droht der Bund nun zu wiederholen.“

Krebsforscher warnen vor Vaping

Bei E-Zigaretten werden Flüssigkeiten (Liquids) erhitzt, ihr Dampf wird inhaliert. Laut einer Umfrage der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität, der Debra-Studie, greifen rund drei Prozent der Ab-14-Jährigen in Deutschland zur E-Zigarette. Die Vaping-Branche betont, dass ihre Produkte viel weniger Schadstoffe freisetzten als Tabakzigaretten und dass sich Vapes daher als Alternativprodukte für Tabakraucher eigneten.

Dass beim Vaping deutlich weniger Schadstoffe freigesetzt werden als beim Verbrennen von Tabakzigaretten, ist unstrittig. Wegen des Mangels an Langzeitstudien ist aber unklar, wie schädlich die verbliebenen Stoffe für den Körper sind. Die Substanzen könnten erheblich schaden, warnen Krebsforscher und Mediziner und weisen darauf hin, dass das in den meisten E-Zigaretten enthaltene Nikotin abhängig mache. Dass Vaping besonders unter Teenagern und jungen Erwachsenen beliebt ist, beobachtet auch die Politik mit Argusaugen.

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