Tempo-30-Zone
14.000 Verstöße: „Super-Blitzer“ bringt mehr als 500.000 Euro
05.08.2026 – 18:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Seit rund einem Jahr hat Jülich bei Aachen eine neue Tempo-30-Zone. Tausende Autofahrer sind trotzdem zu schnell unterwegs.
Rund 14.000 Autofahrer halten sich nicht an eine neue Tempo-30-Zone in Jülich bei Aachen. Sie wurden bei mobilen Kontrollen auf dem Von-Schöfer-Ring, auch Rübenachse genannt, erwischt, ein Autofahrer sogar mit 89 km/h und damit fast dreimal so schnell wie erlaubt. Das berichtet die „Aachener Zeitung“. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit war erst im vergangenen August aufgrund von Lärmschutzauflagen von 50 auf 30 reduziert worden.
Das besondere am „Super-Blitzer“ bei Aachen: Er ist nicht einmal fest installiert, die 14.000 Verstöße wurden bei mobilen Kontrollen gemessen. Alleine im vergangenen August, rund zwei Wochen nach der Installation der neuen Tempo-30-Zone, wurden demnach fast 3.000 Autofahrer von den Radaranlagen erwischt.
Bei Aachen: „Super-Blitzer“ erwischt 14.000 Autofahrer in einem Jahr
Laut dem Bericht blieb es allerdings auch in der Folge dabei, dass viele Autofahrer die Höchstgeschwindigkeit ignorierten. Denn ein Großteil der 14.000 Verstöße ereignete sich erst ab Oktober – also zwei Monate nachdem auf der Rübenachse erstmals Tempo 30 kontrolliert wurde.
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Bei der Stadt Jülich führt das zu ungeplanten Einnahmen. Rund 575.000 Euro hätte die Stadt nach einem Jahr verdient, wenn ein durchschnittliches Bußgeld von 40 Euro angesetzt wird. Offizielle Zahlen legte die Kommune laut dem Bericht nicht für den gesamten Zeitraum vor. Die Einnahmen im vergangenen Oktober lagen allerdings bereits bei 250.000 Euro. Bis dahin waren nur 6.000 der mehr als 14.000 Verstöße registriert worden.
Blitzer in Jülich: Mehr als eine halbe Million Euro an Bußgeld
Auf dem Abschnitt des Von-Schöfer-Rings zwischen Ginsterweg und Jan-von-Werth-Straße war Tempo 30 eingeführt worden, um Anwohner vor zu hoher Lärmbelastung zu schützen. Hinzu kommt seit einigen Tagen auch ein Asphalt, der die Geräusche reduzieren soll. Neben normalen Autos hatten auch Lkw oft eine hohe Lautstärke verursacht.
Jülich liegt rund 25 Kilometer nordöstlich von Aachen, viele Berufspendler fahren zwischen beiden Städten hin und her. Die RWTH betreibt in Jülich zudem seit Jahren ein eigenes Forschungszentrum.











