Entwicklung an der Zapfsäule
Spritpreise: Diesel wird deutlich günstiger
22.04.2026 – 14:50 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Preise für Diesel und Benzin sind in den vergangenen Tagen gesunken. Nach Ansicht des ADAC gibt es jedoch noch Spielraum nach unten.
Diesel ist innerhalb einer Woche deutlich günstiger geworden. Nach Angaben des ADAC kostet ein Liter derzeit im bundesweiten Durchschnitt 2,129 Euro. Das sind 15,7 Cent weniger als in der Vorwoche. Auch Super E10 hat sich verbilligt, allerdings weniger stark: Der Preis liegt aktuell bei 2,059 Euro pro Liter, ein Rückgang um 4,8 Cent.
Seit dem Höchststand vor rund zwei Wochen ist der Dieselpreis damit um insgesamt 31,8 Cent gefallen. Beim Benzin fällt die Entwicklung im Vergleich dazu moderater aus.
Als wichtiger Einflussfaktor gilt der Rohölpreis. Für die Nordseesorte Brent liegt dieser derzeit bei rund 98 US-Dollar und damit über dem Niveau der Vorwoche. Nach Einschätzung des ADAC spiegelt sich diese Entwicklung jedoch nicht vollständig an den Zapfsäulen wider. Der Benzinpreis sei, gemessen am Ölpreis und am aktuellen Wechselkurs, weiterhin zu hoch. Vor gut einem Monat habe Super E10 trotz höheren Ölpreises und ungünstigeren Wechselkurses weniger gekostet.
Mit Blick auf den geplanten Tankrabatt im Mai rechnet der ADAC nicht mit einer sofortigen und vollständigen Entlastung. Die Preise dürften demnach nur schrittweise um den Steueranteil von 16,7 Cent pro Liter sinken. Bereits 2022 hatte sich eine vergleichbare Maßnahme nicht unmittelbar in voller Höhe auf die Preise ausgewirkt. Ein Grund liegt laut ADAC darin, dass viele Tankstellen noch Kraftstoff verkaufen, der zu höheren Steuersätzen eingekauft wurde.
Umgekehrt erwartet der ADAC auch nach dem Ende eines möglichen Tankrabatts keinen abrupten Preisanstieg in voller Höhe. Auch dann dürfte zunächst noch günstiger versteuerter Kraftstoff in den Tanks vorhanden sein.
Unabhängig davon nennt der ADAC einen günstigen Zeitpunkt zum Tanken: Seit Einführung des sogenannten Österreich-Modells liegen die Preise kurz vor 12 Uhr mittags im Schnitt am niedrigsten. Bereits am Vormittag können Autofahrer häufig unter dem Tagesdurchschnitt tanken, allerdings insgesamt auf einem höheren Preisniveau als vor der Einführung des Modells.












