Ende der Druschba-Lieferungen aus Kasachstan
Kappt Putin den Sprit für die Hauptstadt?
Aktualisiert am 22.04.2026 – 18:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Putin stoppt den Öl-Durchstrom von Kasachstan nach Deutschland über russisches Gebiet. Für die Region Berlin könnte das dramatische Folgen haben.
Nun bestätige der kasachische Energieminister Jerlan Aqkenscheno: „Im Mai haben wir über Atyrau–Samara in Richtung der Ölpipeline ‚Druschba‘ und weiter zum Werk in Schwedt keinen Transit.“
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche beteuerte zwar, die Versorgung sei gewährleistet. In Berlin fahren aber neun von zehn Autos mit Sprit aus Schwedt. „Dass in Berlin Tankstellen schließen müssen und der Hauptstadtflughafen den Betrieb reduzieren oder gar einstellen muss, kann jedenfalls nicht ausgeschlossen werden“, kommentierte die Zeitung „Die Welt“.
PCK-Anteilseigner Rosneft Deutschland steht derzeit unter der Verwaltung der Bundesnetzagentur. Die offene Frage ist: Schafft es Rosneft Deutschland in Schwedt für eine Auslastung von knapp 58 Prozent zu sorgen, die für einen Betrieb der Raffinerie nötig ist?
Der Bund will Öl aus Polen beschaffen. Doch bislang lehnte es die polnische Seite strikt ab, mit Rosneft Deutschland zusammenzuarbeiten. Damit fiele der Ostseehafen Danzig als Versorgungspunkt für Schwedt aus. Dann käme auch kein Sprit in Berlin an. Entscheidend sind nur also die Diplomatie und die deutsch-polnischen Beziehungen.











