Mikel Oyarzabal
Spaniens wichtigster unwichtiger Spieler – trotz Toren unsichtbar
10.07.2026 – 15:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Vier WM-Tore, 15 Treffer in den letzten 16 Länderspielen – und trotzdem kaum ein Star. Was Nationaltrainer Luis de la Fuente über Mikel Oyarzabals sagt, überrascht.
Wenn Spanien am Freitagabend (ab 21 Uhr im Liveticker bei t-online) im WM-Viertelfinale in Los Angeles auf Belgien trifft, steht ein Mann im Mittelpunkt, der im Schatten der großen Namen kaum auffällt – und trotzdem die entscheidenden Tore erzielt: Mikel Oyarzabal.
Nationaltrainer Luis de la Fuente findet klare Worte für seinen Stürmer. „Mikel hat einen enormen Einfluss auf die Mannschaft. Es gibt sicherlich keinen Fußballer auf der Welt, der eine solche Wirkung hat.“ Oyarzabal sei „unverzichtbar“ – und könne „im spanischen Fußball Geschichte schreiben. Seine Zahlen sind beeindruckend.“
Seit März 2025 blieb der 29-Jährige im Nationaltrikot lediglich zweimal ohne Torbeteiligung. Bei dieser WM traf er viermal – vier der neun spanischen Turniertore gehen auf sein Konto. Wie man Titel gewinnt, weiß Oyarzabal ebenfalls: 2024 erzielte er in der 86. Minute das entscheidende Tor im EM-Finale gegen England zum Europameister. Spanien gewann 2:1.
Spaniens bescheidener Stürmer
Dass sein Name selten fällt, wenn über Spaniens Stars gesprochen wird, liegt an seinem Charakter. Oyarzabal meidet das Scheinwerferlicht und stellt den Teamerfolg über alles. In einem seiner seltenen Interviews sagte er der spanischen Sportzeitung „Marca“: „Ich spiele einen Mannschaftssport, bei dem elf auf dem Platz stehen.“
Im Video | Spaniens Wunderkind verzückt das Stadion
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Ganz anders Teamkollege Lamine Yamal, der die Bühne bewusst sucht. Vor dem Belgien-Spiel sagte der 18-Jährige der „Mundo Deportivo“: „Ich freue mich sehr darauf, zu zeigen, was ich kann.“ Genau dieser Kontrast erklärt, warum Oyarzabal oft im Hintergrund bleibt.
Oyarzabal als Sinnbild für Vereinstreue
Diese Haltung spiegelt sich auch in Oyarzabals Vereinsbiografie wider. Seit elf Jahren spielt der Baske bei seinem Ausbildungsklub Real Sociedad aus San Sebastián. Andere Topspieler wechselten längst zu Eliteklubs. Oyarzabal sieht das anders: „Ich bin dort, wo ich sein möchte – bei dem Klub, den ich als mein Zuhause betrachte.“











