Halbfinal-Kracher
Spanien schaltet Frankreich aus und steht im WM-Finale
Aktualisiert am 14.07.2026 – 23:04 UhrLesedauer: 3 Min.
Für viele Fans und Experten war das Duell zwischen Spanien und Frankreich schon das vorweggenommene WM-Finale. Jetzt hat ein Team das Ticket ins Endspiel gelöst.
Spaniens eiskalte Defensivkünstler haben im Halbfinal-Kracher der europäischen Giganten gnadenlos zugeschlagen und den Traum des Topfavoriten Frankreich vom Final-Hattrick zerstört. Der Europameister besiegte das französische Starsensemble um Superstürmer Kylian Mbappé in einem denkwürdigen Spiel in Dallas verdient mit 2:0 (1:0) und kann am Sonntag gegen Titelverteidiger Argentinien oder England zum zweiten Mal nach 2010 den WM-Thron besteigen.
Mikel Oyarzabal brachte Spanien mit einem an Jungstar Lamine Yamal verursachten Foulelfmeter (22.) im ersten Abschnitt in Führung, Pedro Porro (58.) sorgte schließlich für die Entscheidung. Im Finale von New York kann sich Yamal mit dann 19 Jahren und sechs Tagen zum jüngsten Spieler krönen, der den Europa- und Weltmeistertitel vereinigt.
Im Video | Yamal feiert Geburtstag vor WM-Kracher
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Die Franzosen erlebten ausgerechnet an ihrem Nationalfeiertag eine ihrer bittersten WM-Niederlagen. Statt wie geplant zum dritten Mal nacheinander ins Endspiel einzuziehen und dort nach dem dritten Stern zu greifen, zerschellten die Hoffnungen an der spanischen Defensive.
Wie schon im EM-Halbfinale vor zwei Jahren (damals 1:2) kam Frankreich einfach nicht durch – trotz des hoch gelobten Sturm-Trios aus Mbappe, Michael Olise und Ousmane Démbelé. Als sich in der Schlussphase dann doch mal eine Lücke in Spaniens Abwehrbeton auftat, war Keeper Unai Simon zur Stelle. Und so wird Nationaltrainer Didier Deschamps die Équipe Tricolore nach 14 Jahren ohne den erhofften Titel an seinen Nachfolger Zinédine Zidane übergeben.
So lief das Spiel
Vor der Partie hatte Deschamps, der mit seinem 26. WM-Spiel am Dienstag den legendären Helmut Schön hinter sich ließ und zum alleinigen Rekordtrainer aufstieg, die Favoritenrolle galant dem Gegner zugeschoben. Er wolle sein Gegenüber „nicht unter Druck setzen“, sagte er, „aber die Erwartungen an Spanien sind hoch“. Die Iberer ließen sich von den Psychospielchen allerdings keineswegs aus der Ruhe bringen. „Wenn jemand Angst haben sollte“, tönte Yamal, „dann sie“.
Den forschen Tönen des Angreifers vom FC Barcelona ließen die Spanier direkt Taten folgen. Wenn es in der Anfangsphase gefährlich wurde, dann vor dem französischen Tor. Einen Freistoß von der Strafraumgrenze schoss Alex Baena noch direkt in die Mauer (11.), wenig später fuhr Lucas Digne am Strafraumrand dann Yamal in die Parade. Den fälligen Strafstoß verwandelte Oyarzabal zu seinem bereits fünften Turniertreffer sicher, Frankreich lag erstmals bei dieser WM zurück.











