Müllabfuhr und Straßenreinigung

BSR-Gebühren: So viel zahlen Berliner 2027 mehr

Aktualisiert am 06.11.2026 – 07:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Mitarbeiter der BSR leeren volle Restmülltonnen (Archivbild): Die Berliner Stadtreinigung erhöht die Preise. (Quelle: Sorge/imago-images-bilder)

Die Berliner Stadtreinigung passt ihre Gebühren zum Jahresbeginn an. Was sich ändert, was gleich bleibt und warum die Kosten steigen.

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) erhöht ihre Gebühren für Müllabfuhr und Straßenreinigung zum 1. Januar 2027. Im Durchschnitt steigen die Kosten um 1,90 Euro pro Haushalt und Monat, was einer jährlichen Steigerung von 4,35 Prozent entspricht. Das geht aus einer Mitteilung der BSR hervor. Die neuen Gebühren gelten demnach bis Ende 2028.

Höhere BSR-Gebühren: Das ist der Grund

Als Gründe für die Erhöhung nennt die BSR gestiegene Beschaffungs- und Energiekosten, höhere Personalkosten sowie Mehrausgaben durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz. Hinzu kommen Investitionen in den Klimaschutz, die Modernisierung von Standorten und die Digitalisierung.

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BSR-Vorstandsvorsitzende Stephanie Otto erklärte, das Unternehmen habe zunächst intern geprüft, wo Kosten gesenkt werden könnten: „Im Rahmen der Gebührenkalkulation lag unser Fokus zunächst einmal klar BSR intern: Wir haben intensiv gerechnet, wo und wie die BSR ihre Kosten weiter senken kann. Viele externe Kostensteigerungen konnten wir damit bereits in ihrer Wirkung auf die Gebühren begrenzen. Gleichwohl: Einen gewissen Anstieg können wir aufgrund externer Faktoren nicht vermeiden.“

Mehr Kieztage und mehr Papierkörbe geplant

Zusätzlich zu eigenen Einsparmaßnahmen hat das Land Berlin der BSR erlaubt, auf zuvor erwirtschaftete Mittel zurückzugreifen. Investitionen in neue Reinigungstechnik und Klimaschutzziele finanziert das Unternehmen nach eigenen Angaben aus eigener Kraft.

Otto kündigte an, die Reinigungsleistungen in besonders belasteten Stadtteilen zu verstärken und mehr Papierkörbe aufzustellen. Außerdem sollen mehr sogenannte Kieztage in Zusammenarbeit mit den Bezirken angeboten werden.

Das kostet die Straßenreinigung 2027

Bei der Straßenreinigung hängt die Höhe der Anpassung von der Reinigungsklasse des jeweiligen Grundstücks ab. Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück liegt die Mehrbelastung zwischen 2,30 Euro pro Quartal in der niedrigsten Reinigungsklasse (einmal wöchentliche Reinigung) und 23 Euro pro Quartal in der höchsten Klasse (zehnmal wöchentliche Reinigung). In höheren Reinigungsklassen befinden sich in der Regel mehrere Wohn- oder Gewerbeeinheiten auf einem Grundstück, die sich die Gebühren teilen.

Das kostet die Müllabfuhr 2027

Bei der Müllabfuhr steigt die Gebühr für einen 240-Liter-Restabfallbehälter mit 14-täglicher Leerung um 3,11 Euro pro Quartal, von bisher 50,14 Euro auf künftig 53,37 Euro. Die Grundgebühr der Müllabfuhr beträgt ab 2027 dann 9,54 Euro pro Quartal, eine Erhöhung um 0,45 Euro je Haushalt und Quartal.

Nicht alle Gebühren steigen. Die Entgelte für Bioabfall-, Laub- und Gartentonnen bleiben gleich. Damit will die BSR nach eigenen Angaben die Getrenntsammlung von Abfällen, insbesondere von Bioabfällen, weiter fördern. Auch die Gebühren für die Sperrmüllabholung ändern sich nicht.

Weihnachtsbäume werden weiterhin kostenlos abgeholt

Der gelbe beziehungsweise orange Wertstoffbehälter bleibt gebührenfrei, ebenso wie die Nutzung der 14 Recyclinghöfe und die jährliche Weihnachtsbaumabholung.

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