Post aus Köln

Beitragsservice schreibt Millionen an – wer nicht reagiert, zahlt

Aktualisiert am 06.11.2026 – 04:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio in Köln: Es ist bereits der vierte Meldedatenabgleich dieser Art. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)

Der Beitragsservice gleicht ab Sonntag bundesweit die Meldedaten ab. Haushalte ohne Beitragszahlung bekommen ab Mitte Dezember Post aus Köln.

Ab Mitte Dezember verschickt der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio Briefe an Haushalte, die bislang keinen Rundfunkbeitrag zahlen. Grundlage dafür ist ein bundesweiter Abgleich der Meldedaten aller Einwohnermeldeämter mit den eigenen Bestandsdaten, wie der Beitragsservice in Köln mitteilte. Der Abgleich startet am Sonntag.

Es ist bereits der vierte Meldedatenabgleich dieser Art. Zuvor hatte der Beitragsservice dieselbe Maßnahme in den Jahren 2013, 2018 und 2022 durchgeführt.

Beitragsservice verschickt Schreiben ab Mitte Dezember

Die Einwohnermeldeämter liefern ihre Daten bis zum 8. Dezember. Dazu gehören Name, Geburtsdatum sowie aktuelle und frühere Anschriften aller volljährigen Bürger. Wer sich dabei keiner bereits registrierten Wohnung zuordnen lässt, erhält voraussichtlich ab dem 14. Dezember ein Schreiben. Der Versand soll innerhalb von zwölf Monaten abgeschlossen sein.

In dem Schreiben aus Köln werden die Betroffenen aufgefordert, Angaben zu ihrer Wohnung zu machen. Wer für diese Wohnung bereits Rundfunkbeitrag zahlt, muss lediglich die entsprechende Beitragsnummer angeben. Wer nicht antwortet, wird vom Beitragsservice automatisch angemeldet und zur Zahlung aufgefordert.

Der Rundfunkbeitrag liegt derzeit bei 18,36 Euro pro Monat und Wohnung. Ob er steigt, ist noch offen: ARD und ZDF haben Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt, weil die Bundesländer eine empfohlene Erhöhung um 58 Cent bislang nicht umgesetzt haben. Eine Entscheidung steht noch aus.

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