Historische Daten zeigen Tendenz

Erster Schnee in Berlin: Wann es winterlich werden könnte

Aktualisiert am 06.11.2026 – 06:56 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Spaziergänger mit Hund geht bei Schnee durch den Tiergarten in Berlin (Archivbild): Bis die ersten Flocken fallen, wird es noch etwas dauern. (Quelle: Christoph Soeder/dpa)

Die Temperaturen in Berlin sinken spürbar. DWD-Daten zeigen, wann Minusgrade üblich sind und wann der erste Schnee folgt.

Die Tage werden wieder kürzer, die Nächte spürbar kälter: Im Berliner Umland gab es schon erste Frostnächte, und auch die Hauptstadt muss sich jetzt darauf einstellen. Ein Blick in die Wetterstatistik zeigt: Schnee kommt meist deutlich später.

Dass es im Umland früher friert als im Zentrum, ist typisch. Freie Flächen kühlen in klaren Nächten schneller aus; dicht bebaute Stadtteile speichern Wärme. Dieser Wärmeinseleffekt kann dazu führen, dass die Temperaturen in der Innenstadt noch über null liegen, während es am Stadtrand bereits friert.

Meteorologen unterscheiden dabei zwischen Luft- und Bodenfrost. Von Luftfrost spricht man, wenn die Temperatur in etwa zwei Metern Höhe unter null Grad fällt. Bodenfrost kann bereits auftreten, während die Lufttemperatur noch darüber liegt.

Anfang November erster Frost in Berlin

Statistisch tritt der erste Frost in Berlin Anfang November auf. Das geht aus einer Auswertung des ARD-Wetterkompetenzzentrums vom November 2025 hervor. Grundlage sind Klimareihen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) aus den Jahren 1981 bis 2010. Die tatsächlichen Termine können von Jahr zu Jahr ganz unterschiedlich sein.

DWD-Mittelwerte aus den Jahren zwischen 1991 und 2020 zeigen, dass Frosttage in Berlin im November nicht ungewöhnlich sind: Je nach Station gibt es im Mittel 7,3 bis 8,4 Frosttage im November und 13,8 bis 15,2 im Dezember.

Empfohlener externer Inhalt
Youtube

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Youtube-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Youtube-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Erster Schnee in Berlin: Bis zu drei Zentimeter im November

Auch erste Schneeflocken können schon im November fallen. Historische DWD-Auswertungen zeigen, dass eine mindestens einen Zentimeter hohe Schneedecke im Osten Deutschlands häufig zwischen Ende November und Anfang Dezember entsteht.

Meteorologe Jan Schenk vom YouTube-Kanal „The Weather Channel“ sagt, im November dieses Jahres sei durchaus etwas Schneefall möglich, „selbst in Berlin bis zu drei Zentimeter“. Dieser bleibe dann aber nicht liegen.

Für den Winter 2026/2027 rechnet der Meteorologe mit Blick auf die Wettermodelle insgesamt mit weniger Schnee in Deutschland als normalerweise. Dass Großstädte und das Flachland in diesem Winter überhaupt eine Chance auf eine geschlossene Schneedecke haben, sieht Schenk „eigentlich nicht.“

Share.
Die mobile Version verlassen