Studie zeigt
So viel Sport kann Sterberisiko bei Best Agern halbieren
07.05.2026 – 07:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Über 50-Jährige, die sich regelmäßig bewegen, leben womöglich deutlich länger. Das legt eine große australische Langzeitstudie nahe.
Viele Menschen wissen, dass Sport das Herz stärkt und Krankheiten vorbeugen kann. Doch inwieweit regelmäßige Bewegung tatsächlich die Lebenserwartung beeinflusst, zeigt nun eine neue Untersuchung der Universität von Sydney. Die Forscher begleiteten 11.169 australische Frauen über einen Zeitraum von 15 Jahren. Die Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „PLOS Medicine“.
Zu Beginn der Studie waren die Teilnehmerinnen zwischen 47 und 52 Jahre alt. Die Frauen beantworteten zwischen 1996 und 2019 insgesamt neun Fragebögen. Dabei gaben sie an, wie häufig sie die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erfüllten. Die WHO rät Erwachsenen zu mindestens 150 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche mit mittlerer bis höherer Intensität, also etwa zügigem Gehen, schnellem Radfahren oder Schwimmen.
Die Unterschiede zwischen aktiven und inaktiven Frauen fielen deutlich aus: Von den Frauen, die über Jahre hinweg regelmäßig aktiv blieben, starben während der Studie 5,3 Prozent. Bei den dauerhaft inaktiven Frauen lag der Anteil dagegen bei 10,4 Prozent. Damit hatten körperlich aktive Frauen ungefähr nur halb so häufig ein erhöhtes Sterberisiko.
Studienleiter Dr. Binh Nguyen stellt fest: „Im mittleren Lebensalter aktiv zu bleiben, kann einen großen Unterschied für die langfristige Gesundheit von Frauen machen.“ Entscheidend sei vor allem, das empfohlene Maß an regelmäßiger Bewegung beizubehalten – und das über viele Jahre hinweg.
Gerade in der Lebensmitte fällt vielen Frauen regelmäßige Bewegung schwer. Während der Wechseljahre verändern sich Hormonhaushalt, Energielevel und Schlaf. Viele Betroffene fühlen sich schneller erschöpft oder kämpfen mit Beschwerden wie Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.
Die Studie legt nahe, dass Frauen in dieser Lebensphase womöglich besondere Unterstützung benötigen, um körperlich aktiv zu bleiben. Australischen Gesundheitsdaten zufolge bewegten sich im Jahr 2022 rund 43 Prozent der Frauen zwischen 45 und 64 Jahren zu wenig.
Ähnliche Zusammenhänge fanden die Wissenschaftler auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Allerdings reichten die Daten hier nicht aus, um eindeutige Aussagen zu treffen. Unklar blieb außerdem, ob Frauen den schützenden Effekt noch vollständig erreichen können, wenn sie erst später – etwa mit Mitte 50 oder Anfang 60 – regelmäßig Sport treiben.
Die Forscher betonen jedoch, dass die Angaben zur Bewegung auf Selbstauskünften der Teilnehmerinnen beruhen. Dadurch könnten einzelne Angaben ungenau gewesen sein. Trotzdem liefert die Studie wichtige Hinweise darauf, wie stark regelmäßige Bewegung die Gesundheit beeinflussen kann.











