Spritpreise fallen
Tankrabatt kommt: So viel sparen Sie ab 1. Mai pro Liter
24.04.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Iran-Krieg treibt die Preise, die Bundesregierung bremst sie nun: Ab dem 1. Mai sinkt die Steuer auf Sprit. Wer arbeitet, darf zudem auf eine Sonderzahlung hoffen. Was Ihnen das bringt.
Der Bundestag senkt die Last für Autofahrer. Ein befristeter Tankrabatt soll den Preisanstieg an den Zapfsäulen mildern. Auch der Bundesrat berät noch heute über die Pläne.
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Der Staat verzichtet auf 16,7 Cent
Vom 1. Mai bis Ende Juni 2026 sinkt die Energiesteuer. Da als Folge auch der Anteil der Mehrwertsteuer etwas sinkt, wird der Liter Sprit rechnerisch um 16,7 Cent billiger.
Zwar wird die Steuer bereits fällig, sobald der Kraftstoff das Lager verlässt. Doch Experten des ADAC erwarten, dass der Druck der Kunden so groß sein wird, dass die Preise schon am Maifeiertag fallen werden. Möglicherweise kostet der Liter Super E10 dann wieder weniger als zwei Euro.
Die Rechnung: Das bleibt übrig
Die Ersparnis für die zwei Monate hängt davon ab, wie viel Sie fahren:
- Pendler und Vielfahrer (Diesel): Wer 17.000 Kilometer im Jahr zurücklegt, spart rund 33 Euro.
- Gelegenheitsfahrer (Benzin): Bei 9.500 Kilometern im Jahr bleibt ein Plus von gut 21 Euro.
Die Gefahr: Lange Schlangen, leere Tanks
Der Rabatt hat Nebenwirkungen. Weil viele Autofahrer mit dem Tanken bis zum Stichtag warten, drohen am 1. Mai volle Tankstellen. Gleichzeitig könnten Vorräte knapp werden, da Pächter ihre Lager vor dem Start des Rabatts leeren, um nicht auf teuer versteuertem Sprit sitzenzubleiben.
Der ADAC empfiehlt, die Preise genau zu beobachten. Mineralölkonzerne könnten kurz vor dem Start versuchen, die Preise anzuheben, um ihren Gewinn zu retten.
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Günstiger Sprit kommt mit Verzögerung
Ohnehin werden die Preise an den Tankstellen nicht sofort sinken. Der Rabatt kommt eher schrittweise. Der Grund dafür sind die Vorräte der Pächter. Die Tankstellen verkaufen zuerst den Kraftstoff ab, den sie noch zum alten, teureren Steuersatz eingekauft haben. Erfahrungen aus dem Jahr 2022 zeigen: Es dauert Tage, bis die Preissenkung vollständig an den Zapfsäulen ankommt.
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Diese Trägheit gilt immerhin auch am Ende des Rabattzeitraums: Steigen die Steuern wieder, bleibt der Sprit noch günstiger, solange die niedrig versteuerten Vorräte in den Erdtanks reichen. Zumindest sollte es so sein.
Ein zweites Trostpflaster betrifft die Arbeit: Firmen können ihren Angestellten jetzt bis zu 1.000 Euro zahlen – komplett steuerfrei. Diese Krisenprämie soll die Teuerung bis Mitte 2027 dämpfen. Doch Vorsicht: Die Zahlung ist freiwillig. Ob Ihr Chef das Geld wirklich überweist, ist ungewiss. Die Wirtschaft reagierte auf diesen Plan bislang eher schmallippig.











