Urlaub als Wendepunkt?
Was Deutsche nach den Ferien alles ändern wollen
Aktualisiert am 21.08.2026 – 08:21 UhrLesedauer: 3 Min.
Mehr Zeit für sich, weniger Stress und häufiger eine Pause: Im Urlaub nehmen sich viele Menschen vor, ihren Alltag zu verändern. Doch zurück zu Hause halten die guten Vorsätze oft nicht lange.
Eine Reise kann den Blick auf das eigene Leben verändern. Das zeigt eine repräsentative Befragung des Buchungsportals HolidayCheck. Demnach fassen 86 Prozent der Befragten während einer Reise konkrete Vorsätze für die Zeit danach. Drei Viertel verspüren einen starken oder sehr starken Wunsch nach Veränderung.
Für die Untersuchung befragten Media Market Insights und das Marktforschungsinstitut Kantar 1.003 Menschen zwischen 16 und 69 Jahren. Die Online-Befragung lief vom 24. Februar bis zum 5. März 2026.
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Urlaub schafft Abstand zum Alltag
Besonders häufig drehen sich die Vorsätze um Erholung und die eigenen Bedürfnisse. Ein Drittel möchte sich künftig häufiger eine Auszeit nehmen. Ähnlich viele wollen mehr Ruhe in ihren Alltag bringen oder mehr Zeit für sich selbst einplanen.

Besonders ausgeprägt zeigt sich der Veränderungswunsch bei jungen Menschen. Unter den 16- bis 29-Jährigen, die während einer Reise Vorsätze fassen, beschreiben 85 Prozent ihren Wunsch nach Veränderung als stark oder sehr stark. Damit liegt ihr Anteil zehn Prozentpunkte über dem Gesamtdurchschnitt.
Warum gerade eine Reise solche Gedanken auslösen kann, erklärt Reisepsychologin Barbara Horvatits-Ebner mit dem Abstand zum gewohnten Leben: „Die physische und mentale Distanz von Routinen lässt uns freier denken und genau das ist der Nährboden für Vorsätze.“
Nur wenige setzen alle Vorsätze um
Doch zwischen dem Wunsch nach Veränderung und seiner Umsetzung klafft eine deutliche Lücke. Lediglich zwölf Prozent der Befragten schaffen es nach eigenen Angaben, alle guten Vorsätze nach dem Urlaub umzusetzen. Die Psychologin sieht darin einen normalen Mechanismus. „Zurück im Alltag schaltet das Gehirn auf Autopilot und greift auf vertraute Routinen zurück“, erklärt Horvatits-Ebner.
Wer seine Pläne tatsächlich umsetzen möchte, sollte sich deshalb möglichst konkrete und realistische Ziele setzen. Die Psychologin empfiehlt, größere Vorhaben in kleine Schritte zu unterteilen und sie aufzuschreiben. Auch feste Termine und Fristen können dabei helfen, aus einem Vorsatz eine konkrete Handlung zu machen.

Außerdem rät sie dazu, anderen Menschen von den eigenen Zielen zu erzählen. Das erhöhe den Handlungsdruck. Neue Verhaltensweisen lassen sich zudem mit bereits bestehenden Routinen verbinden. Rückschläge sollten Menschen von Anfang an einplanen und nicht als Scheitern betrachten.











