VW verliert Manager
Skoda-Chef wechselt zu Konkurrent
21.09.2026 – 09:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Skoda-Chef Klaus Zellmer hat die tschechische VW-Tochter zu einer der erfolgreichsten Marken im Konzern gemacht. Nun heuert er beim Konkurrenten an.
Der schwedische Autobauer Volvo Cars hat Klaus Zellmer zum neuen Vorstandsvorsitzenden berufen. Das teilte das Unternehmen am Sonntag mit. Der bisherige Skoda-Chef soll spätestens zum 1. Oktober 2027 die Nachfolge von Hakan Samuelsson antreten, der das Unternehmen von 2012 bis 2022 und seit April 2025 erneut geführt hat.
Der Wechsel trifft den Volkswagen-Konzern in einer schwierigen Phase. Erst am Freitag hatte VW die Prognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich gesenkt. Grund waren eine milliardenschwere Abschreibung auf die Tochter Porsche, schwache Geschäfte in China und Kosten für den Konzernumbau. Statt der zuvor erwarteten operativen Umsatzrendite von 4,0 bis 5,5 Prozent rechnet der Konzern nun mit höchstens einem Prozent.
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Zellmer wurde 1967 in Bayern geboren und arbeitete mehr als 20 Jahre für Porsche. 2020 wechselte er in den Vorstand der Konzernmutter Volkswagen, wo er die Bereiche Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortete. Seit Juli 2022 führte er Skoda als Vorstandsvorsitzender.
Skoda gehörte zuletzt zu den Vorzeigemarken im Konzern
Unter Zellmers Führung entwickelte sich Skoda zu einer der wenigen Wachstumsmarken im VW-Konzern. Im ersten Halbjahr 2026 lieferte die Marke weltweit 555.700 Fahrzeuge aus, ein Plus von 9,1 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 16 Milliarden Euro, der operative Gewinn ebenfalls um 6,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.
In Europa war Skoda in diesem Zeitraum die am zweitmeisten verkaufte Automarke. Die Fertigungsanlagen waren 2025 sogar zu 111 Prozent ausgelastet.

Erst Anfang des Monats hatte Zellmer im Interview mit t-online über den Erfolg von Skoda gesprochen. Auf die Frage, ob die gute Entwicklung trotz oder wegen Volkswagen gelinge, sagte er: „Eindeutig wegen Volkswagen.“ Skaleneffekte und gemeinsam entwickelte Plattformen innerhalb des Konzerns machten die Fertigung für alle Marken effizienter, erklärte Zellmer.












