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Home » Siemens will CEOs wohl Titel entziehen und schließt Tochterfirma Evosoft
Wirtschaft

Siemens will CEOs wohl Titel entziehen und schließt Tochterfirma Evosoft

By zeit-heute.deMai 27, 20262 Mins Read
Siemens will CEOs wohl Titel entziehen und schließt Tochterfirma Evosoft
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Tochterkonzern muss schließen

Siemens will offenbar etliche „Chef“-Titel streichen

27.05.2026 – 14:46 UhrLesedauer: 2 Min.

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Siemens-Chef Roland Busch (Archivbild): Die Schließung der Software-Tochter Evosoft betrifft etwa 380 Mitarbeiter des Konzerns. (Quelle: Moritz Frankenberg/dpa/dpa-bilder)

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Siemens befindet sich mitten in einem großen Konzernumbau. Dabei muss eine Tochterfirma schließen – und viele Führungskräfte sollen ihre Titel verlieren.

Siemens plant im Zuge seines Konzernumbaus offenbar die Abschaffung zahlreicher Chefposten und die Schließung der Tochterfirma Evosoft. Laut „Handelsblatt“ sollen im Rahmen des Programms „One Tech Company“ viele sogenannte „Chief“-Titel wegfallen, außerdem stehe das Aus für eine deutsche Software-Tochter im Raum.

Der Konzern reagiert damit dem Bericht zufolge auf gewachsene Führungsstrukturen mit einer Vielzahl an CEOs, CFOs und weiteren C-Level-Positionen in Sparten und Landesgesellschaften. Künftig könnten viele dieser Titel durch einfachere Bezeichnungen wie „Head of“ ersetzt werden. Siemens selbst kommentierte die Informationen laut „Handelsblatt“ nicht.

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Die Änderungen sollen zunächst vor allem die untere und mittlere Ebenen betreffen. Die großen Bereiche Digital Industries mit den Geschäftseinheiten Automation sowie Software und Smart Infrastructure mit den Bereichen Gebäudetechnik, Elektrifizierung und elektronische Produkte bleiben demnach vorerst bestehen. Dazu kommt die Bahntechniksparte Mobility. Gleichzeitig plant Siemens offenbar, Funktionen wie Personal- oder Rechtsabteilungen stärker zu bündeln. Auch in der Technologieentwicklung soll mehr zentral gearbeitet werden.

380 Arbeitsplätze gehen verloren

Zusätzlich löst die mögliche Schließung der deutschen Software-Tochter Evosoft Unruhe im Konzern aus. Laut Bayerischem Rundfunk sind davon 380 Arbeitsplätze betroffen. In Industriekreisen hieß es demnach, die Gesellschaft arbeite seit Jahren defizitär. Der Schritt stehe angeblich nicht direkt mit dem Umbauprogramm in Verbindung, sei aber zeitgleich intern bekannt gemacht worden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es in Deutschland weiterhin nicht geben.

Siemens-Chef Roland Busch hatte die Neuorganisation zuletzt als neues „Betriebssystem“ für den Konzern beschrieben. Vor allem im Vertrieb sieht die Unternehmensführung laut Bericht Verbesserungsbedarf. Intern werde davon ausgegangen, dass viele Beschäftigte die Folgen des Umbaus bislang unterschätzten. Tausende Mitarbeiter könnten zum 1. Oktober neue Aufgaben oder geänderte Positionsbezeichnungen erhalten.

Die Arbeitnehmervertreter unterstützen die grundsätzliche Neuausrichtung, verlangen aber Sicherheiten für die Beschäftigten. IG-Metall-Vize Jürgen Kerner sagte laut „Handelsblatt“, Siemens habe gute Chancen im Bereich industrieller Künstlicher Intelligenz. Die Veränderungen dürften jedoch nicht mit Stellenabbau verbunden sein. Auch der Gesamtbetriebsrat kündigte an, die neuen Strukturen genau zu prüfen.

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