
Nach Kreditkarten-Eklat und Sperre
Olympiasiegerin deutlich: „Möchte, dass man mich in Ruhe lässt“
Aktualisiert am 12.02.2026 – 15:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Die französische Biathletin Julia Simon gewinnt in Antholz ihre zweite Goldmedaille. Nach turbulenten Monaten wünscht sie sich nun Ruhe – und kritisiert einen Journalisten.
Die französische Biathletin Julia Simon hofft nach ihrem zweiten Olympiasieg in Antholz auf ein Ende der Kritik an ihrer Person. „Ich möchte, dass man mich in Ruhe lässt“, sagte die 29-Jährige, die zu Saisonbeginn wegen eines teaminternen Diebstahls gesperrt war und jetzt im Einzelrennen über 15 Kilometer triumphierte. „Ich glaube, ich muss niemandem mehr etwas beweisen, jetzt möchte ich einfach nur Biathlon machen“, so Simon deutlich.
Im Ziel hatte sich die zehnmalige Weltmeisterin am Mittwoch demonstrativ den Finger auf den Mund gelegt. Diese Geste richtete sich gegen einen Reporter der französischen Sportzeitung „L’Équipe“. Sie habe am Dienstagabend „einen schlechten Artikel gesehen, und ich finde, diese Person muss mir Respekt entgegenbringen, weil ich ihn respektiere“, erklärte Simon bei Eurosport. Es sei „wirklich schlimm“ gewesen.
Die Biathletin hatte die Kreditkarten ihrer Teamkollegin Justine Braisaz-Bouchet sowie einer Physiotherapeutin unbefugt für Einkäufe im Wert von 2.400 Euro verwendet. Zudem entwendete sie kleinere Geldbeträge zwischen 20 und 50 Euro. Nach langem Leugnen gestand sie dies im vergangenen Oktober.
Als Konsequenz erhielt Simon eine dreimonatige Bewährungsstrafe und musste 15.000 Euro zahlen. Beim Saisonauftakt in Östersund durfte sie nicht antreten. „Das Kapitel innerhalb des Teams ist jetzt abgeschlossen“, betonte sie nun nach ihrem Olympiasieg vor Landsfrau Lou Jeanmonnot und der überraschenden Bronzemedaillengewinnerin Lora Hristova aus Bulgarien.
„Ich bin wegen des Sports hier. Ich gebe mein Bestes im Sport. Also müssen wir jetzt über Sport reden und nicht über Klatsch und Tratsch“, forderte Simon, die auf dem Podest bitterlich weinte. „Wenn Sie über Klatsch und Tratsch reden wollen, dann gehen Sie bitte weg.“










