Debatte um Rundfunkbeiträge
ZDF schließt 2025 mit Minus in Millionenhöhe ab
26.10.2026 – 12:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Das ZDF endete das Jahr 2025 mit einem Minus von 78,6 Millionen Euro. Die ausgebliebene Rundfunkbeitragserhöhung sei der Grund – der Streit darüber ist noch nicht entschieden.
Der Fernsehsender ZDF hat das vergangene Jahr mit einem Millionenminus abgeschlossen. Der öffentlich-rechtliche Sender hat das Jahr 2025 in seiner Finanzrechnung mit einem Minus von 78,6 Millionen Euro verbucht, wie aus dem veröffentlichten Jahresabschluss hervorgeht.
Im Vergleich zum ursprünglichen Haushaltsplan fiel das Ergebnis damit um 49,3 Millionen Euro schlechter aus. Als wesentlichen Grund nennt das ZDF die ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags.
Debatte um Rundfunkbeiträge für ARD und ZDF
Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist derzeit erneut Gegenstand einer politischen und juristischen Debatte. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, weil die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt haben. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei trotz des unveränderten Beitrags gedeckt. Eine Entscheidung steht noch aus.
Insgesamt erzielte das ZDF im vergangenen Jahr Erträge von rund 2,63 Milliarden Euro. Das waren 91,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Nach handelsrechtlichen Regeln erzielte der Sender allerdings einen Jahresüberschuss von 46,1 Millionen Euro.
ZDF argumentiert mit dem Programm
Mehr als die Hälfte der Aufwendungen entfiel auf das Programm. Dafür gab das ZDF rund 1,38 Milliarden Euro aus, etwa 33 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Der Sender begründet den Rückgang vor allem damit, dass 2025 weniger große Sportereignisse übertragen wurden als 2024, als unter anderem die Fußball-Europameisterschaft der Männer und die Olympischen Spiele stattfanden.
Auch die Personalkosten gingen zurück. Grund dafür waren vor allem geringere Aufwendungen für die Altersversorgung. Die Kosten für Gehälter und Sozialabgaben stiegen dagegen.











