Zukunftsentscheidung gefallen
Skisprung-Urgestein macht auch mit 44 Jahren weiter
21.04.2026 – 09:57 UhrLesedauer: 2 Min.
In der vergangenen Saison musste Simon Ammann einige Enttäuschungen hinnehmen. Dennoch möchte der Schweizer Altmeister nochmal angreifen.
Der Schweizer Skispringer Simon Ammann möchte seine Karriere auch mit 44 Jahren fortsetzen. Das teilte der Schweizer Nationaltrainer Bine Norčič in einem Interview mit der Zeitung „Blick“ mit. „Er ist sehr motiviert“, sagte Norčič. „Ich bin überzeugt, dass wir im Sommer weitere Schritte nach vorne machen können“, so der Bundestrainer weiter.
Fortschritte werden bei Ammann auch nötig sein, denn die vergangene Saison verlief enttäuschend. Mit gerade mal 41 Punkten belegte er nur Platz 46 im Gesamtweltcup, lediglich bei acht Springen schaffte er es in den zweiten Durchgang. Sein bestes Einzelergebnis war Rang 23 in Sapporo.
Zwischenzeitlich waren Ammanns Ergebnisse so schlecht, dass er seinen Platz im Schweizer Weltcup-Team verlor. Auch die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo blieb ihm verwehrt. Es wäre sein achter Start bei Olympischen Winterspielen gewesen. Damit hätte er den Rekord der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein und Japans Skisprung-Legende Noriaki Kasai eingestellt.
Laut Norčič muss sich Ammann auch im kommenden Jahr seinen Platz im Weltcup-Team erst verdienen. „Da gibt es klare Resultat-Richtlinien. Anhand dieser wird entschieden. Raum für Diskussionen gibt es da keine“, sagte er. Das Schweizer Team startet im Mai in die Saisonvorbereitung, dann hat Ammann sechs Monate Zeit, sich für das Weltcup-Team zu empfehlen.
Ammann blickt auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurück. Bei den Winterspielen in Salt Lake City 2002 und Vancouver 2010 gewann er jeweils eine Goldmedaille. In der Saison 2009/2020 gewann er den Gesamt-Weltcup, bei Weltmeisterschaften gewann er insgesamt zweimal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze. In seinen bislang 29 Weltcup-Saisons schaffte er es zudem 80 Mal auf das Podest. Seinen bislang letzten Weltcupsieg feierte er am 29. November 2014 in Kuusamo.












