Berliner Schauspielerin
„Verrückt“: Karoline Herfurth kritisiert Frauenbilder im Kino
25.06.2026 – 07:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Karoline Herfurth kritisiert die Darstellung von Frauen im Kino. Besonders Geschichten über Frauen zwischen 40 und 50 sieht sie kaum erzählt.
Schauspielerin und Regisseurin Karoline Herfurth hat in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ scharfe Kritik an der Darstellung von Frauen im Kino geübt. Frauenperspektiven würden häufig aus einer fremden Perspektive interpretiert – „und dann werden die Realitäten von Frauen in meinen Augen oft verdreht oder gar falsch dargestellt“. Besonders dünn werde das Angebot bei Frauen zwischen 40 und 50: „Die Dinge, die Frauen zwischen 40 und 50 umtreiben, werden noch weniger erzählt als reale Frauen generell.“
Einen natürlichen Wandel durch neue Generationen erwartet Herfurth nicht. Machtverhältnisse müssten sich strukturell verändern – ein Prozess, dessen Ende sie nicht mehr erleben werde. Auch von KI erhofft sie sich keine Lösung: „Die Ungleichheit wird sozusagen in die Technologie eingespeist und diese reproduziert dadurch Ungleichheit.“
Karoline Herfurth: „Das ist doch verrückt“
Ungewohnt offen sprach Herfurth auch über Körperdruck. Sie werde sich davon nicht befreien können – wisse aber mittlerweile, „dass er eigentlich Quatsch ist“. Ihr schärfstes Bild dafür: Zuschauerinnen hätten ihr nach dem Film „Wunderschön“ gesagt, es sei mutig gewesen, sich nach einer Geburt so zu zeigen. „Dass es als Frau Mut bedeutet, das zu sein, was man als Frau einfach ist – das ist doch verrückt.“
Karoline Herfurth, 1984 in Ost-Berlin geboren, ist durch Filme wie „Das Parfum“ und die „Fack ju Göhte“-Reihe bekannt. Ab dem 25. Juni ist sie im Audible-Hörbuch „Und was macht das mit Ihnen?“ zu hören.












