Spätes Drama bei Bundesligisten
Trainer-Sohn schießt Schalke aus dem Pokal
Aktualisiert am 28.10.2026 – 20:17 UhrLesedauer: 5 Min.
In der zweiten Runde des DFB-Pokals scheiden weiterere Bundesligisten aus. Zwei Entscheidungen fallen erst in den Schlusssekunden.
Der FC Schalke 04 ist aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Der Bundesliga-Aufsteiger verlor am Mittwochabend im Rahmen der zweiten Runde bei Zweitligist Dynamo Dresden mit 0:2 (0:0). Das erste Tor erzielte Patrice Čović (53. Minute). Der gebürtige Berliner ist der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Spielers und -Trainers Ante Čović. Christoph Daferner lieferte kurz vor dem Ende die Entscheidung (88.).
Auch der SC Paderborn hat die zweite Pokalrunde nicht überstanden. Im Bundesliga-Duell mit dem VfB Stuttgart unterlag der SCP spät mit 0:1 (0:0). Deniz Undav erzielte den entscheidenden Treffer (90.+1). Der SC Freiburg setzte sich ebenfalls erst ganz spät mit 3:2 (1:2) gegen den VfL Wolfsburg durch. Doppelpacker Keisuke Gotō (76., 90.+3) drehte die Partie in der Schlussphase zugunsten des Bundesligisten. Zuvor hatten Igor Matanović (6.) und Kento Shiogai (8., 43.) getroffen.
Hertha BSC hat sich unterdessen keine Blöße gegeben. Der Spitzenreiter der 2. Bundesliga setzte sich bei Viertligist Jeddeloh II dank Treffern von Josip Brekalo (57.) und Julian Eitschberger (63.) mit 2:0 (0:0) durch. Auf wen die vier Sieger im Achtelfinale des DFB-Pokals treffen, entscheidet sich bei der Auslosung am Sonntag.
Dynamo Dresden – FC Schalke 04
Wegen des Abbrennens von Pyrotechnik bei der Dynamo-Choreographie und den daraus resultierenden Nebel hatte Schiedsrichter Wolfgang Haslberger die Partie mit zwei Minuten Verspätung angepfiffen. Schalke war sofort da, doch Edin Džeko (2.) hatte bei der ersten Chance nicht genug Druck auf seinen Kopfball bekommen.
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Auf der Gegenseite war Ben Bobzien (4.) frei durch – sein Schuss ging über das Tor. Dynamo spielte gut mit, vor allem das Mittelfeld war hart umkämpft. Nach einem fatalen Rückpass von Hasan Kurucay im eigenen Strafraum hatte Dresdens Vincent Vermeij (20.) halblinks die Chance zur Führung, sein Ball ging aber parallel zur Torlinie vorbei. Dynamo übernahm immer mehr die Spielkontrolle, nur im letzten Drittel fehlte Genauigkeit. Bei Schalke merkte man die Abstimmungsprobleme, da Trainer Muslic in Dresden auf sieben Stammkräfte verzichten musste. Die Abwehr war stabil, offensiv ging praktisch nichts.
Džeko ließ sich immer wieder als Anspielpunkt fallen und versuchte Akzente zu setzen – meist vergeblich. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zwang Schalkes Hee-Chan Hwang per Kopfball Dynamo-Keeper Lennart Grill zur Parade. Nach dem Wechselt wurde das Tempo verschärft. Gerade in der Schalker Druckphase jubelten die Gastgeber: Nach einer Straudi-Flanke bekam Covic (54.) am langen Pfosten den Ball und bugsierte ihn ins kurze Eck – Schalkes Keeper Loris Karius sah bei der versuchten Beinabwehr eher unglücklich aus.













