
Die Zuverlässigkeit von RSV-Schnelltests hängt zudem von weiteren Faktoren ab. So sind die Ergebnisse etwa während der RSV-Saison bei Babys und Kleinkindern aussagekräftiger, da sie eine höhere Viruslast im Nasenrachenraum aufweisen. Bei älteren Kindern oder Erwachsenen oder bei Schnelltests außerhalb der Saison kann die Viruslast im Nasenrachenraum geringer sein und das Testergebnis weniger zuverlässig machen.
Fällt ein RSV-Schnelltest positiv aus, zeigt er also einen Infekt mit RS-Viren an, stimmt das in den meisten Fällen. Nur gelegentlich kommt es auch zu falsch-positiven Ergebnissen, also einem RSV-Nachweis, obwohl keine RSV-Infektion vorliegt. Das kann etwa fälschlicherweise passieren, wenn andere Erkältungsviren hinter dem Infekt stecken, die der Schnelltest nicht abdeckt.
Fällt ein RSV-Schnelltest negativ aus, lässt sich damit eine RSV-Infektion nicht sicher ausschließen. Das kann nur ein PCR-Test verlässlich feststellen.
Die Zuverlässigkeit von RSV-Schnelltests für zu Hause ist begrenzt. Ein positiver Test ist wahrscheinlich korrekt. Ein negatives Ergebnis bedeutet hingegen nicht automatisch Entwarnung. Das gilt insbesondere, wenn der Test negativ ausfällt, obwohl Erkältungssymptome bestehen. Neben Corona-, Influenza- und RS-Viren gibt es zahlreiche andere Viren und Bakterien, die Atemwegserkrankungen hervorrufen können. Wer sich krank fühlt, sollte sich auch bei negativem Testergebnis bewusst sein, dass andere sich anstecken könnten, und sich entsprechend verhalten.











