Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Habeck tritt kurz bei bei Wahlkampf-Veranstaltung auf
29.08.2026 – 11:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Grünen wollen wieder in den Landtag einziehen und wie einst in der Kenia-Koalition Verantwortung übernehmen. Ex-Vizekanzler Habeck liefert Unterstützung im Wahlkampf.
Der frühere Vizekanzler Robert Habeck ist bei einer Veranstaltung der Grünen in Magdeburg rund eine Woche vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aufgetreten. „Ich bin Robert Habeck und ich stehe nicht zur Wahl“, sagte Habeck am Freitag in einem Biergarten in Magdeburg.
Die Grünen wollen in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl verlässlicher Teil der Landesregierung sein. „Wir machen das Angebot von Stabilität, wir machen das Angebot von sachlicher, konstruktiver Arbeit in der Mitte der Gesellschaft“, sagte Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz in Magdeburg.

„Wir machen das Angebot natürlich, auch Sven Schulze vor uns herzutreiben bei bestimmten Themen. Aber wir haben ein gutes Verhältnis, der Herr Schulze und ich, wir duzen uns. Inzwischen hat er auch gelernt, dass es Suse heißt und nicht Susi.“ Ministerpräsident Sven Schulze ist bei der Landtagswahl Spitzenkandidat der CDU, die derzeit deutlich hinter der als gesichert rechtsextremistisch eingestuften AfD Sachsen-Anhalt mit ihrem Spitzenkandidat Ulrich Siegmund liegt.
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Grüne wissen um Kompromisse nach der Sachsen-Anhalt-Wahl
Es werde Zugeständnisse geben müssen. „Natürlich sind diese Kompromisse schwieriger, wenn wir in einer so breiten demokratischen Gruppe darum ringen müssen.“ Die Demokraten würden aus unterschiedlichen Perspektiven um Lösungen für dieselben Probleme im Land ringen.
Die Grünen hätten in der Kenia-Koalition einst bewiesen, dass sie ein verlässlicher Partner seien, sagte Sziborra-Seidlitz weiter. „Wir waren der Anker dieser Landesregierung, das hat sich manchmal in der Öffentlichkeit und in den Zeitungen nicht so gelesen und hat nicht so ausgesehen, aber wir waren verlässlich in dieser Landesregierung und das ist das Angebot, das wir machen.“ Von 2016 bis 2021 regierten CDU, SPD und Grüne gemeinsam.
Habeck betont die Bedeutung der Sachsen-Anhalt-Wahl
Die Wahlumfragen vor der Sachsen-Anhalt-Wahl 2026 sehen die Grünen derzeit bei sechs Prozent und damit knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Die Spitzenkandidatin sagte, die sechs Prozent in den Umfragen fühlten sich derzeit stark an und gäben ein gutes Gefühl und „wahnsinnigen Enthusiasmus für den Endspurt“. Sziborra-Seidlitz weiter: „Wir sehen, dass es erreichbar ist, diese rechtsextreme Regierung in Sachsen-Anhalt zu verhindern.“











