Rhein und Saale geben Kriegswaffen frei
Für Flasche gehalten: Badegast findet Granate
31.07.2026 – 04:25 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Schwimmer und eine Spaziergängerin machen an einem Tag denselben Fund. Aus dem Wasser tauchen Granaten auf. Eine davon stammt noch aus dem Ersten Weltkrieg.
An einem Tag haben zwei Menschen in deutschen Gewässern Granaten entdeckt. Eine Spaziergängerin fand das Kriegsgerät am Rhein, ein Schwimmer in der Saale – beide alarmierten sofort die Behörden.
Am Rhein bei Altlußheim im Rhein-Neckar-Kreis war es der niedrige Wasserstand, der die Granate ans Licht brachte. Eine Frau entdeckte sie am Mittwochnachmittag bei einem Spaziergang mit ihrem Hund im Uferbereich und rief den Notruf. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine Einhandgranate aus dem ehemaligen Jugoslawien. Wie sie in den Rhein gelangte, blieb unklar.
Die Granate habe vermutlich mehrere Jahre bis Jahrzehnte im Wasser gelegen – zu lang, um sie sicher zu bergen. Spezialisten des Landeskriminalamts sprengten sie daher kontrolliert. Während der Sprengung sperrten die Einsatzkräfte Fuß- und Radwege auf beiden Seiten des Rheins. Schaden entstand keiner.
Munition vorsichtig wieder abgelegt
In Bayern, an der Saale bei Gräfendorf im Landkreis Main-Spessart, machte ein Badegast den zweiten Fund des Tages. Er hielt den Gegenstand zunächst für eine alte Flasche. Als ihm klar wurde, was er in den Händen hielt, legte er die Granate vorsichtig ab und verständigte die Einsatzkräfte. Der Kampfmittelräumdienst rückte an, nahm die Granate mit und identifizierte sie als ein Relikt aus dem Ersten Weltkrieg.












