Rot und riesig

Neues Kreuz am Berliner Dom: Was es damit auf sich hat

08.06.2026 – 19:43 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Kreuz aus 130 Rettungswesten am Berliner Dom soll an Menschen erinnern, die auf der Flucht nach Europa ihr Leben verloren haben. Die Installation hängt noch mehrere Tage. (Quelle: A3922 Britta Pedersen/dpa/dpa-bilder)

Seit 1993 sind nach Zahlen von Hilfsorganisationen knapp 72.000 Menschen auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen. Der Berliner Dom setzt dazu ein sichtbares Zeichen.

Der Berliner Dom hat ein Kreuz aus 130 ausgemusterten Rettungswesten an seinem zentralen Eingangsportal angebracht. Die knapp sechs mal vier Meter große Installation soll an die Zehntausenden Menschen erinnern, die auf der Flucht nach Europa ums Leben gekommen sind. Die Rettungswesten stammen von der Seenotrettungsorganisation Sea-Watch.

Kuratorin Birgit Walter erklärte, was hinter der Aktion steckt: „Jede Einzelne könnte bewegende Geschichten der Menschen erzählen, die sich unter Gefahr für ihr Leben auf den Weg gemacht haben für einen Neuanfang auf der anderen Seite des Meeres.“

Installation bleibt noch tagelang hängen

Die Installation soll bis zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni hängen bleiben. Dieser internationale Gedenktag findet jährlich am 20. Juni statt und soll weltweit auf die Lage von Flüchtlingen aufmerksam machen.

Parallel dazu läuft am Dom die Aktion „Beim Namen nennen“: Namen von auf der Flucht gestorbenen Menschen sowie Daten und Umstände ihrer Tode sollen auf schmale Stoffbänder geschrieben und an den Außengittern der Arkaden befestigt werden, soweit diese Informationen bekannt sind.

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